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Stadt will Familien stärker unterstützen

Burgdorf Stadt will Familien stärker unterstützen

Die Stadt will junge Familien bedarfsorientierter und effizienter als bislang unterstützen. Gelingen soll das mit dem Konzept „Frühe Hilfe in Burgdorf“. Grundlage soll eine Befragung der Eltern und der Fachkräfte in Kitas und Beratungsstellen sein.

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Ihnen liegen die Burgdorfer Eltern und Kinder am Herzen - den Akteuren der Lenkungsgruppe, die das Konzept "Frühe Hilfen" entwickelt hat.

Quelle: Bismark

Burgdorf. „Nach den Sommerferien soll die Elternbefragung angegangen werden“, sagt Jens Niemann, Leiter des Jugendamts. Ziel der Umfrage ist es zu erfahren, was sich Eltern von Kindern bis zu drei Jahren an Hilfe und Beratungsangeboten wünschen.

„Wir wollen eine Idee davon bekommen, was Betroffene interessiert, wo sie Lücken sehen. Und das nicht nur aus der Sicht der Fachkräfte“, sagt Niemann. „Wenn beispielsweise deutlich wird, dass vernünftige Hilfen angeboten werden, Eltern diese jedoch als Bedarf ankreuzen, dann ist das für uns die Erkenntnis: Die Hilfen sind nicht bekannt.“

Bei der Befragung wird die Stadt von der Region Hannover unterstützt, die auch den Fragebogen entworfen hat. Andere Regionskommunen, darunter Uetze, haben laut Niemann die Eltern und Fachkräfte bereits befragt.

Hintergrund des Konzepts ist das neue Bundeskinderschutzgesetz. Es sieht vor, dass Beratung und Unterstützung bereits im Vorfeld von Beeinträchtigungen des Kindeswohls angeboten werden, und zwar in erster Linie, indem die Erziehungskompetenz der Eltern gestärkt wird. „Diesen Gesetzesauftrag will Burgdorf mithilfe des Konzepts ,Frühe Hilfe‘ mit Leben erfüllen“, erklärt Niemann.

Ein wichtiger Baustein dieses Konzepts ist die Vernetzung aller Akteure, die Angebote für Familien machen. Niemann erwartet sich davon, „dass klar ist, wer wen in welcher Situation – zum Beispiel bei Fragen des Kindeswohls – informiert. Wir müssen nichts neu erfinden, aber alle beteiligten Institutionen sollen auf Augenhöhe sein.“ Teil dieser Netzwerkarbeit solle zudem die Sicherung von Qualitätsstandards für die frühen Hilfen sein. „Diese Arbeit werden wir auch noch 2016 angehen.“
Eine wichtige Säule der frühen Hilfen, die bereits gibt, ist die Familienhebamme Dagmar Bendig. Sie hat den direktesten Kontakt zu den jungen Eltern, denn sie kommt in die Wohnung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Beratung rund um die Geburt, Förderung der Mutter-Kind-Beziehung, Anleitung zu Ernährung, Pflege und Förderung des Kindes, Begleitung zu Ärzten und Behörden. Die Hebamme besucht jede Familie mit einem Baby und übergibt ein Willkommenspaket mit vielen Informationen.

Ein weiteres Projekt heißt „Familie und Nachbarschaft“. „Dabei lernen Eltern, mit ihren Kinder zu spielen, zu essen und zu sprechen“, sagt Niemann.

Lenkungsgruppe hat Konzept Frühe Hilfen entwickelt

Die Akteure der „Frühe Hilfen“ in Burgdorf sind Petra Pape (Bild, hinten von links), Koordinatorin des Bündnisses für Familien, Janine Kausche-Ehrenberg vom Frauen- und Mütterzentrum, die Koordinatoren des Netzwerks Frühe Hilfen, Kathrin Beil und Jens Niemann von der Stadt, die Organisationsberaterin Elke Stratmann und Heidi Mikoleit vom Kinderschutzbund sowie (vorn von links) Claudia Ohnesorge, ebenfalls Kinderschutzbund, Nicole Hafer vom Frauen- und Mütterzentrum, Doris Lehrke-Ringelmann vom St.-Paulus-Familienzentrum und Nicole Raue von der Jugendverwaltungsabteilung der Stadt. Nicht auf dem Bild ist Familienhebamme Dagmar Bendig, die wohl wichtigste Stütze der „Frühen Hilfen“ in Burgdorf. Sie alle gehören zur Lenkungsgruppe, die das Konzept zur Unterstützung der Eltern gemeinsam entwickelt hat und mit Leben erfüllen will.

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