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In welchem Ort kann zuerst gebaut werden?

Burgdorf In welchem Ort kann zuerst gebaut werden?

Welcher Ortsteil Burgdorfs bekommt das nächste Neubaugebiet? Ansprüche melden vor allem die drei großen Ortschaften Ehlershausen, Otze und Schillerslage seit Längerem an. Auch Dachtmissen und Sorgensen hätten gern neues Bauland.

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Nach der städtischen Bewertungsmatrix für Bauland hätte Ehlershausen gute Chancen, am westlichen Ortsrand ein neues Baugebiet zu bekommen, das erste seit dem Jahr 2000.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Ehlershausen/Otze/Schillerslage. Um die Entscheidung zu versachlichen, hat die Stadtverwaltung eine Bewertungsmatrix erstellt, anhand derer eine Prioritätenliste erstellt werden soll. Am Dienstag, 22. November, berät der Bauausschuss des Burgdorfer Rats darüber.

Die Stadtverwaltung hält eine Prioritätenliste für wichtig, weil sie nur begrenzte Kapazitäten sowohl personell als auch fianziell hat. Bürgermeister Alfred Baxmann macht immer wieder deutlich, dass die Stadt nicht mehrere Bauflächen zeitgleich erwerben kann. Gleichzeitig versicherte der Rathauschef den Ortsräten: „Es fällt niemand hinten runter, es geht um die Reihenfolge.“

Die Parameter für diese Bewertungsmatrix hat die Stadtplanungsabteilung in den vergangenen Monaten in den Ortsratssitzungen gesammelt. Zwar haben deren Mitglieder keine Kriterien konkret aufgelistet, wie von der Stadtverwaltung erhofft. Doch die Leiterin der Stadtplanungsabteilung Martina Behncke erklärte, dass sie aus den Diskussionen sehr wohl herausgehört habe, welche Kriterien den Ortsräten wichtig seien.

Seit Kurzem ist die Matrix fertig. In den Ortsräten Ramlingen-Ehlershausen und Schillerslage stand sie bereits auf der Tagesordnung. Am Dienstag setzt sich der Ratsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau und am Donnerstag 24. November, der Ortsrat Otze mit dem Thema auseinander.

Das sind die Kriterien der Wohnbauland-Matrix:

Wann ist das letzte Neubaugebiet entwickelt worden?
Welche Funktion sieht das Regionale Raumordnungsprogramm für den Ort vor? Ehlershausen und Otze sind Siedlungen mit der Ergänzungsfunktion Wohnen. Für Schillerslage ist hingegen nur eine Eigenentwicklung vorgesehen.
Wie sieht die Infrastruktur aus? Es geht um die Auslastung von Kita und Schule, das Angebot von Einkaufsmöglichkeiten sowie die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Wie hoch wäre der Aufwand für die Erschließung des Baulands?
Welche Immissionen, zum Beispiel Straßen- oder Bahnlärm, müssen berücksichtigt werden?
Gibt es weitere Faktoren, wie beispielsweise der Abstand zu Waldflächen, die die Entwicklung eine Neubaugebiets beeinflussen?

Die Bewertungsmatrix vergibt Plus- und Minuspunkte sowie eine Null für „kein Einfluss“. Ehlershausen würde demnach mit zehn Plus- und drei Minus-Punkten auf Platz eins der Prioritätenliste liegen. Schillerslage kann vier Pluspunkte für sich verbuchen, denen aber fünf Minuspunkte gegenüberstehen. Für Otze schlagen sieben Pluspunkte und ein Minus zu Buche.

Die öffentliche Sitzung des Ratsausschusses für Umwelt, Stadtentwicklung und Bau beginnt am Dienstag um 17 Uhr im Rathaus II. Der Otzer Ortsrat tagt am Donnerstag, 24. November, ab 19 Uhr im Feuerwehrhaus.

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Die Grafik zeigt, wo im Westen Ehlershausens ein großes Baugebiet entstehen könnte: nördlich der Ramlinger Straße sowie südlich der Ramlinger Straße im Anschluss an die Straße Schwarzenbergsfeld.

Quelle: Grafik Llorens
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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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