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Wie viel Feuerwehr braucht die Stadt?

Burgdorf Wie viel Feuerwehr braucht die Stadt?

Wie viel Feuerwehr braucht eine Stadt wie Burgdorf? Und was wiederum braucht die Feuerwehr? Diese Fragen versucht die Verwaltung gemeinsam mit Stadtbrandmeister Dennis Heuer über den sogenannten Feuerwehrbedarfsplan zu klären. Für dessen Erarbeitung stehen 25.000 Euro im städtischen Haushalt.

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Die Stadt Burgdorf will den zweiten Feuerwehrbedarfsplan  nach fünf Jahren erstellen.

Quelle: Christian Elsner / Symbolbild

Burgdorf. Bereits vor fünf Jahren hatte Burgdorf den ersten Bedarfsplan für die Freiwilligen Feuerwehren erstellt, wie der zuständige Stadtrat Lutz Philipps sagt. Dieser enthalte unter anderem statistische Daten, die Auskunft über die aktuelle Situation der Brandbekämpfer helfen: Wie viele Mitglieder gibt es? Arbeiten sie in der Stadt oder pendeln sie, so dass sie möglicherweise bei Einsätzen am Tag nicht zur Verfügung stehen? Passt die aktuelle Alarm- und Ausrückordnung noch mit Veränderungen in der Stadt, zum Beispiel bei neuen Baugebieten oder frisch angesiedelten Unternehmen? "Wir tragen die Zahlen und Fakten mit der Feuerwehr zusammen, sie bilden die Grundlage für den künftigen Bedarfsplan", sagte Philipps.

Und weil sich die Stadt wahrscheinlich sehr intensiv einbringen werde, sei derzeit auch noch unklar, ob sie die Fortschreibung des Plans extern vergebe - wie es nach dem Haushaltsbeschluss von 25.000 Euro möglich wäre. "Noch gibt es keine konkrete Absicht eine Firma zu beauftragen", sagte der Stadtrat im Feuerwehrausschuss und betonte zugleich, der Plan diene nicht dazu, bei der Feuerwehr zu sparen. "Wir haben mit Grund-, Stütz- und Schwerpunktfeuerwehr ein dreigliedriges System, für das wir Mindeststandards festgelegt haben." Deren Einhaltung müsse nun auch geprüft werden. Auch ein Aus einzelner Ortsfeuerwehren strebe die Stadt nicht an: "Wir wissen, dass sie sich um soziale Kontakte in den Orten kümmern und das heimatlos gewordene Feuerwehrleute sich nicht unbedingt einer anderen Ortsfeuerwehr anschließen."

Aus Sicht des Ausschussvorsitzenden Rüdiger Nijenhof (CDU) muss die Feuerwehrspitze mit dem neuen Stadtbrandmeister Dennis Heuer eng eingebunden werden. "Das ist wichtig, damit wir keine wichtigen Strukturen zerstören." Björn Sund (SPD) plädierte dafür, die Zielsetzung klar zu definieren: "Wenn es nicht um eine reine Datenerhebung geht, wäre eine externe Vergabe charmant." Dazu meinte Philipps: "Es gibt auch Fachleute in den eigenen Reihen, die einen Konsens erzielen könnten." Aber sicherlich seien Externe weniger angreifbar.

Der Fahrzeugpark

Bewährt hat sich Einschätzung von Stadtrat Lutz Philipps die "Ersatzbeschaffungsliste für Feuerwehrfahrzeuge", die die Stadt in jedem Jahr anpasst und die eine Übersicht über anstehende Reparaturen oder den Kauf von Fahrzeugen gibt. "Diese ist nicht statisch, weil wir reagieren müssen, wenn sich der Zustand eines Autos ändert", sagte er im Feuerwehrausschuss. Aber: Auch hier greife das Kostenargument. "Auf der einen Seite müssen wir berücksichtigen, dass wir solche Fahrzeuge nicht aus der Portokasse bezahlen können." Auf der anderen Seite hätten die Sicherheit und der Schutz der Feuerwehrleute höchste Priorität. Für das nächste Jahr findet sich der Kauf des Einsatzleitwagens für die Ortsfeuerwehr Burgdorf auf der Liste - wenn der wirtschaftlicher ist als die Umrüstung. Die Kosten liegen bei 130.000 Euro. Für einen Diskurs zwischen Bürgermeister Alfred Baxmann und Rüdiger Nijenhof (CDU), Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, sorgte der Kauf von Fahrgestell und Aufbau für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug im Jahr 2019 und 2020. "Wir sollten prüfen, ob wir das nicht vorziehen könnten, wenn es notwendig ist", forderte Nijenhof. Das lehnte Baxmann ab: "Eine solche Entscheidung ist das operative Geschäft der Verwaltung mit der Feuerwehr." Es sei keine politische Aufgabe.

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