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Ausstellung übers Sammeln

Burgdorf Ausstellung übers Sammeln

Welch höchst spannende Geschichten sich hinter vermeintlich unscheinbaren Gegenständen verstecken können: Das zeigt die Ausstellung „Verborgene Schätze - Sammeln als Hobby“ in der KulturWerkStadt.

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Horst Regenthal sammelt Kofferradios - im alten Stil.

Quelle: Köhler

Burgdorf. Christoph Adolph hat die Sammelleidenschaft gepackt. Schreibgeräte von Pelikan sind seine Passion. Naheliegend, arbeitete er 40 Jahre lang bei jenem Schreibgerätehersteller. „Dort sind nie Geräte aufgehoben worden. In den Siebzigerjahren hat man Kunden gebeten, alte Schreibgeräte abzugeben. Im Tausch gegen neue, doppelt so teure.“ Das weckte Adolphs Interesse. Am wertvollsten in der von ihm bestückten Vitrine ist der Huntington-Füller, der in einer Limitierung von 3000 Stück hergestellt worden war. Am liebsten aber sind ihm die Druckbleistifte. Und die Gänsefeder vom Schreibtisch seines Sohnes.

Beim Strafaufräumen im Keller des Lehrter Gymnasiums nahm die Leidenschaft für Kofferradios bei Horst Regenthal seinen Anfang. Das allererste aus den Achtzigerjahren steht in der Vitrine in der KulturWerkStadt. Und zwar samt Kopie seines Führerscheines, der aus demselben Jahr stammt.

Geradezu unscheinbar ist er, der Weihnachtsmann, mit dem die mehr als 100 Exemplare große Sammlung von Karin Sander begann. Daneben befindet sich ein Exemplar mit lässig gekreuzten Beinen, das ihr Freunde aus Neuseeland mitgebracht haben.

Zehnmal zehn Zentimeter groß, mit stets 24 Seiten: Pixi-Bücher haben es Bärbel Börges angetan. Rund 1400 von den 2000 herausgegebenen Exemplaren nennt sie ihr eigen. Besonders gern hat sie die alten, wie „Ferkelchen“, die aus ihrer Kindheit stammen: „Da hängen Erinnerungen dran“, sagt sie.

Die Ausstellung wird vom Verkehrs-und Verschönerungs-Verein (VVV) und dem Förderverein Stadtmuseum bis zum 28. Februar in der KulturWerkStadt an der Poststraße präsentiert. „Die Museen leben von Menschen, die solche Schätze haben. Die heben wir uns gut auf“, sagt VVV-Geschäftsführer Gerhard Bleich sichtlich stolz. Nach einem Aufruf in der Presse hatten sich 20 Sammler beim VVV gemeldet. Zehn davon zeigen ihre Schätze in der Ausstellung, mit den übrigen plant Bleich eine weitere Schau - etwa in zwei Jahren, kündigte er an. Da Exponate erst durch ihre Besitzer zu sprechen beginnen, sind zwei öffentliche Führungen mit jeweils einigen der Sammler geplant.

Von Sandra Köhler

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