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Kleiderkammer benötigt Hilfe

Burgdorf Kleiderkammer benötigt Hilfe

Hilfe für Bedürftige seit 60 Jahren bietet die DRK-Kleiderkammer in Burgdorf. Eine intensivere Begleitung von Flüchtlingen, aber auch mehr Unterstützung von Burgdorfern - das wünscht sich das Team nun.

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Kümmern sich um die DRK-Kleiderkammer: Brigitte (von links) und Patrizia Grabietz sowie Dariusz Nowak vom DRK-Vorstand und Karin Armbrecht.

Quelle: Bismark

Burgdorf. „Die Menschen kommen zu uns, zum Teil haben sie nichts zum Anziehen, aber große Erwartungen an unsere Hilfe“, sagt Brigitte Grabietz, die seit 1992 die Kleiderkammer organisiert. Das führe, nicht zuletzt auch wegen der Sprachschwierigkeiten, immer wieder zu komplizierten Situationen. Denn die Flüchtlinge und Asylbewerber suchten die Räume an Drei Eichen in der Erwartung auf, dass sie sich dort wie in einem Geschäft bedienen könnten. Das aber funktioniere nicht, sagt die Ehrenamtliche und wünscht sich, dass die Begleiter - seien es Freiwillige oder Behördenmitarbeiter - die Neuankömmlinge begleiteten.

Brigitte Grabietz nimmt mit ihrer Tochter Patrizia und Karin Armbrecht an jedem Montag von 14 bis 16.30 Uhr die Kleidung entgegen. Darunter finden sich gut erhalten Stücke wie Pullover, Jacken, Hosen oder Schuhe. Abgegeben wird aber auch verschmutzte Wäsche. „Das zu sortieren, bedeutet eine umfangreiche Arbeit“, sagt Brigitte Grabietz. Das Trio stapelt die Kleidung in einem separaten Raum nach einem jahrelang bewährten System. In einem anderen Raum können sich dann die Bedürftigen, die von den Behörden eine spezielle Berechtigung erhalten, nach den Stücken umschauen, die sie benötigen. „Einen besonderen Bedarf haben wir immer bei Bettwäsche, Handtüchern und Geschirrhandtüchern“, sagt die Rotkreuzlerin. Sie wünscht sich, dass die Burgdorfer öfter die Kleiderkammer mit abgelegter oder nicht mehr benötigter Garderobe versorgen. „Zu uns kommen die Menschen, die wirklich eine große Unterstützung benötigen“, weiß sie aus jahrelanger Erfahrung. Schließlich bestehe die Kleiderkammer schon gut 60 Jahre.

„Eigentlich haben wir immer am Rande gearbeitet“, sagt Patrizia Grabietz. Umso mehr freue sich das Team, dass der DRK-Vorstand inzwischen die Räume habe sanieren lassen. Dort tagte jüngst auch der Sozialausschuss - aus Sicht der Ehrenamtlichen ein weiterer Schritt, die Einrichtung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. „Wir brauchen mehr Hilfe“, sagen sie unisono.

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