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Integration: Politiker genehmigen Zuschüsse

Burgdorf Integration: Politiker genehmigen Zuschüsse

Der Sozialausschuss hat sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, gleich ein ganzes Bündel von Maßnahmen zur Integration zu fördern. In Initiativen des Burgdorfer Mehrgenerationenhauses (BMGH) und des Nachbarschaftstreffs am Ostlandring sollen in 2017 insgesamt bis zu 84.000 Euro fließen.

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Im Nachbarschaftstreff am Ostlandring ist es oftmals schwierig einen Raum für diskrete Beratung zu finden. Hier unterstützt Claudia Ohnesorge (links) Flüchtlinge bei der Integration.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Die mit Abstand größte Summe ist mit 58.500 Euro für das BMGH vorgesehen. Der Ausschuss befürwortete einstimmig, die Beratung und Begleitung von Flüchtlingen vom Ankommen in Burgdorf über die Eingliederung bis hin zur Teilhabe wie beispielsweise durch erste Arbeitsgelegenheiten mit einem Zuschuss zu unterstützen. Gefördert werden soll auch das Herzstück der Arbeit des BMGH, die Sprachförderung. Bei allen Maßnahmen wird nach Angaben der Verwaltung durch die Zuschüsse der Stadt Burgdorf auch Fördergeld der öffentlichen Hand zwischen 50 und 90 Prozent der jeweiligen Projektkosten generiert. Wenn auch der Verwaltungsausschuss Anfang April der Empfehlung des Sozialausschusses folgt, steht dem BMGH so Geld von rund 248.000 Euro für die genannte Integrationsarbeit zur Verfügung.

Ebenfalls einstimmig empfahl der Ausschuss, die räumlichen Möglichkeiten des Nachbarschaftstreffs am Ostlandring zu erweitern. Dort soll die in Kürze frei werdende Nachbarwohnung angemietet werden, um die Möglichkeiten für ungestörte Beratung zu erweitern. Die bisher genutzte Wohnung ist durch umfangreiche Nutzung von der offenen Sprechstunde für Beratung bis hin zur Deutschförderung zu klein geworden. Bisweilen musste aufgrund der beengten Platzverhältnisse schon in den Sanitärräumen beraten werden. Dort soll nach Möglichkeit wie beim bestehenden Mietvertrag mit dem Vermieter eine vergünstigte Miete ausgehandelt werden. Maximal ist die ortsübliche Vergleichsmiete inklusive Nebenkosten von 8000 Euro pro Jahr veranschlagt. 4500 Euro sind für die Wohnungsausstattung vorgesehen. Nach Ablauf eines Jahres soll der Bedarf überprüft werden.

Mit der Wohnung bekommt der Nachbarschaftstreff auch bessere Möglichkeiten für eine vertrauliche, fachkompetente und regelmäßig Beratung in sehr persönlichen Fragen bis hin zur Familienplanung. Damit die Übersetzung in diesen, komplexeren Beratungssitutionen auch gewährleistet ist, wurden für zehn Stunden pro Woche 13.000 Euro beantragt. Der Ausschuss stimmte dem mit großer Mehrheit zu, machte aber zur Voraussetzung, dass keine andere Kostenübernahme wie beispielsweise durch die Sozialabteilung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz möglich ist.

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Im Nachbarschaftstreff am Ostlandring ist es oftmals schwierig einen Raum für diskrete Beratung zu finden. Hier unterstützt Claudia Ohnesorge (links) Flüchtlinge bei der Integration.

Quelle: Stefan Heinze
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