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CDU unterstützt kurdische Flüchtlinge

Burgdorf CDU unterstützt kurdische Flüchtlinge

Es soll ein Zeichen für die Menschlichkeit sein: Die CDU in Burgdorf hat sich an einer Sammlung zugunsten der kurdischen Flüchtlinge im Irak beteiligt.

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Von links: Mirco Zschoch, die stellvertretende Integrationsbeauftragte Gurbet Birgin und Hendrik Hoppenstedt lassen sich von Gewrê Cengil-Yavsa informieren.

Quelle: Köhler

Burgdorf. „Wir wollen ein Zeichen setzen für Solidarität und Zusammenhalt.“ Das sagt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Mirco Zschoch, über eine spontane Sammlung zugunsten der im Irak von den IS-Milizen verfolgten Jesiden, bei der 500 Euro zusammen kamen. „Das Thema ist für uns damit nicht beendet“, kündigte er weitere Unterstützung an.

Dafür, dass die Hilfe bei denen ankommt, die es nötig haben, steht Gewrê Cengil-Yavsan, Vorsitzende des kurdischen Fernsehsenders Çira TV, ein. Der hat nämlich ein Spendenkonto zugunsten der Familien der Opfer des Massakers in Sengal eingerichtet.

Die Telefone stehen nicht still: „Jeden Tag kommen Anrufe, wir sollen Hilfe schicken, weil den Leuten alles fehlt und viele sterben“, sagt Cengil-Yavsan. Immer noch hielten sich 300.000 bis 400.000 Flüchtlinge im Sindschar-Gebirge auf.

Ihr gemeinnütziger Verein hat „zwischen dem kurdischen Syrien und der kurdischen Türkei“, rund 200 Kilometer von der syrischen Grenze, ein zentrales Lager aufgebaut. Dort sollen die Hilfsgüter gesammelt werden. „Von dort aus ist es auch einfacher, in die Berge zu kommen“, sagt Cengil-Yavsan. Dringend benötigt würden vor allem Unterwäsche, Schuhe, Wasser und Babynahrung.

Diese sollen von Mitarbeitern von Çira TV von den inzwischen zusammengekommenen Spenden in Höhe von fast 250.000 Euro möglichst ortsnah eingekauft und verteilt werden. „Jeder Schritt, vom Geldabholen über das Einkaufen bis hin zum Verteilen, wird von Kameras begleitet und aufgezeichnet“, kündigt Cengil-Yavsan größtmögliche Transparenz an. Von den Hilfsgütern sollen übrigens nicht nur Jesiden profitieren, sondern auch die zahlreichen verfolgten Christen: „Jesiden und Christen haben immer friedlich zusammen gelebt und sich unterstützt. Ich wünsche mir, dass um Sengal und Mossul eine geschützte Zone eingerichtet wird, in der das wieder möglich ist.“

Wer die Aktion unterstützen möchte, erfährt Details auf der Homepage des CDU-Stadtverbandes.

von Sandra Köhler

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