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Hitzige Debatte um Ortsvorsteher

Burgdorf Hitzige Debatte um Ortsvorsteher

Eigentlich ist die Benennung der Ortsvorsteher für Beinhorn, Dachtmissen, Heeßel, Hülptingsen, Sorgensen und Weferlingsen durch den Rat eine Formsache. In dessen konstituierender Sitzung entbrannte jedoch eine heftige Debatte um die Besetzung in Sorgensen.

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Um die Besetzung des Ortsvorstehers in Sorgensen ist im Rat ein Streit entbrannt.

Quelle: Symbolbild

Burgdorf. Einvernehmen herrschte bei den Ratsmitgliedern darüber, dass Klaus Köneke (CDU) in Beinhorn, Jörg Neitzel (CDU) in Dachtmissen, Heiko Reißer (CDU) in Heeßel, Hans-Joachim Ehrhardt (CDU) in Hülptingsen und Bernhard Kracke (CDU) in Weferlingsen das Amt übernehmen. In Sorgensen indes bleibt Dirk Schwerdtfeger (FDP) im Amt, obwohl die CDU mehr Stimmen geholt und sich damit das Vorschlagsrecht gesichert hatte. Die CDU hatte ihren ehemaligen Ratsherrn und früheren Ortsvorsteher Walter Degenhardt dafür gewonnen, sich erneut für das Amt zur Verfügung zu stellen. Degenhardt, der bei der Kommunalwahl selbst gar nicht antrat, warb deshalb während des Wahlkampfs mit Handzetteln im Dorf für einen Ortsvorsteher-Wechsel.

"Er hat sich mächtig ins Zeug gelegt", sagte Simone Heller (Grüne) und fügte hinzu, die Mehrheit der Sorgenser habe für Degenhardts Wahl votiert. "Jetzt wird er von der CDU vorgeführt und kaltgestellt", kritisierte Heller. Sie könne deshalb nicht zustimmen. Auch Kurt-Ulrich Schulz (WGS) sagte: "Ich wäre bestürzt, wenn die WGS so mit mir umgehen würde." Er habe von vielen Sorgensern die Rückmeldung erhalten, dass sie diese Entscheidung nicht gutheißen.

Diesen Vorwurf wies CDU-Fraktionschef Mirco Zschoch weit von sich: "Ich finde es unverschämt, dass solche Worte aus einer Gruppe kommen, die sich nicht an demokratische Gepflogenheiten hält", sagte Zschoch und verwies auf die Abstimmung zum ersten stellvertretenden Bürgermeister. Den Posten hatte die CDU als zweitstärkste Fraktion für sich beansprucht. SPD, Grünen und WGS wählten indessen Matthias Paul sowie Heller zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin. Erst der dritte Stellvertreterposten ging schließlich an Zschoch. "Sie treten die demokratischen Grundrechte mit den Füßen", warf Zschoch den beiden Kritikern vor.

Heller und Schulz verließen vor der Abstimmung über die Ortsvorsteher den Raum. Sie kehrten erst nach einer Pause wieder zurück.

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