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CDU gleich auf mit der SPD

Burgdorf CDU gleich auf mit der SPD

Der Wahlsonntag endete mit einem Zieleinlauf wie beim Fotofinish in einem Laufwettbewerb bei Olympia. Erst als Heeßel als letzte Ortschaft ausgezählt war, stand fest, dass die CDU die SPD an Stimmen haarscharf überflügelt hatte. Das beschert der CDU 11 Ratsmandate - so viele wie die SPD errang.

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Matthias Paul, Pastor in Burgdorfs Südstadts, hat es in den Ortsrat von Ramlingen/Ehlershausen und in den Rat der Stadt geschafft.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. In Burgdorf hat die Kommunalwahl keine erdrutschartigen Verschiebungen gebracht. CDU und SPD werden im neuen Rat fortan in gleicher Stärke vertreten sein. Die Grünen verteidigten ihre 4 Ratsmandate. Die AfD schaffte es fast ohne Wahlkampf und bekannte Gesichter auf Anhieb mit drei Kandidaten in den Rat. Die islamkritische Antiflüchtlingspartei punktete bei den Wählern sogar so gut, dass ihr 4 Mandate zustehen würden. Weil sie aber nur drei Kandidaten ins Rennen schickte, verfällt ein Sitz. Die übrigen Sitze im fortan 35 Köpfe zählenden Rat der Stadt gehen an die FDP (2), die WGS (2) und an die Partei die Linke (2). Sowohl die FDP wie die Linke konnten jeweils einen Sitz hinzugewinnen, erlangen Fraktionsstatus und haben somit Stimmrecht in den Ausschüssen.

"Das wird eine Mitternachtsgeschichte", entfuhr es Bürgermeister Alfred Baxmann im Sitzungssaal des Rathauses II, als kurz vor 19.30 Uhr immer noch keine Wahlergebnisse für Burgdorf zur Wahl der Regionsversammlung vorlagen. Und so kam es. Die Wahlergebnisse für die gingen bis kurz vor Mitternacht so schleppend wie nie zuvor ein. Die Wahllokale in Schillerslage und in Heeßel meldeten als Letzte die Ergebnisse der Auszählung. Das führte schließlich zum dramatische Finale, bei dem in letzter Sekunde die CDU die bis dahin führende SPD hauchdünn mit 125 Stimmen noch überflügelte.

Das Wahlergebnis: Die CDU hat mit 13.067 Stimmen und 30,9 Prozent die Nase knapp vorn. Die SPD folgt mit 12.942 Stimmen und 30,6 Prozent. Den Grünen (9,6 Prozent gaben 4.070 Menschen ihre Stimme. Die AfD holte 3.918 Stimmen, das macht 9,3 Prozent vom Stimmenkuchen. Die Partei Die Linke bringt es mit 2.730 Stimmen auf 6,4 Prozent. 2.669 Wahlberechtigte wählten die FDP (6,3 Prozent), 2.594 die WGS (6,1 Prozent) und 364 die Piraten (0,9 Prozent).

In Ehlershausen kann Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig ihre Hausmacht verteidigen. Sie gewinnt sogar im ehedem konservativen Ramlingen die Mehrheit der Stimmen. Ihre Wiederwahl darf als sicher gelten.

In Otze, wo der langjährige Ortsbürgermeister Carl Hunze in den kommunalpolitischen Ruhestand gegangen ist, wähnte sich am Wahlabend Schützenvereinsboss und SPD-Ratsherr Karl-Heinz Dralle als Hunzes Nachfolger. Dralle ließ im SPD-Parteibüro sogar schon die Sektkorken knallen. Als das Dorf aber komplett ausgezählt war, stand fest: Die CDU (51,2 Prozent) holte mit großem Abstand die meisten Stimmen im Dorf. Damit dürfte die Christdemokratin Ulla Träger Hunzes Nachfolge antreten, so der neue Ortsrat sie wählt. Beinhorn und Sorgensen beschert Wahl jeweils neue Ortsvorsteher.

Im 140-Einwohner-Dorf Beinhorn bringt es die CDU auf 62,6 Prozent. Die AfD machte dort mit 1,2 Prozent keinen Stich. In Sorgensen schneidet die FDP besonders gut ab, kommt auf ein Stimmenplus von 23 Prozent. Für Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger reicht es trotzdem nicht, weil die CDU die meisten Stimmen dort holte.

In Schillerslage, Hochburg der WGS, schaffte es der FDP-Kandidat Mario Gawlik auf Anhieb in den Ortsrat. Er ist bei der Ortsbürgermeisterwahl das Zünglein an der Waage, weil die CDU wie die WGS jeweils auf zwei Mandaten kommt. Sollten CDU und FDP bei der Ortsbürgermeisterwahl gemeinsame Sache machen, dürfte die Nachfolge des scheidenden Ortsbürgermeisters Manfred Dunker an Ortsratsneuling Cord Reißer gehen.

So setzt sich der Rat der Stadt zusammen

SPD

Gerald Hinz, Matthias Paul, Christa Weilert-Penk, Christiane Gersemann, Birgit Meinig, Hans-Dieter Morich, Karl-Heinz Dralle, Björn Sund, Michael Rheinhardt, Katrin Perkun, Sonja Alker.

CDU

Mirco Zschoch, Barthold Plaß, Rüdiger Nijenhof, Andreas Meyer, Beate Neitzel, Gurbet Birgin, Robert Apel, Lukas Kirstein, Armin Polehn, Klaus Köneke, Oliver Sieke.

Grüne

Simone Heller, Hartmut Braun, Detlev Knauer, Sinja Münzberg-Jesche.

AfD

Stefan Lentz, Jens Braun, Christiane Wichmann.

Linke

Michael Fleischmann, Christine Gross.

FDP

Karl-Ludwig Schrader, Thomas Dreeskornfeld.

WGS

Kurt-Ulrich Schulz, Volkhard Kaever.

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