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Starke Kernstadt stärkt die Ortsteile

Burgdorf Starke Kernstadt stärkt die Ortsteile

Nur mit einer weiterhin konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Rat und Ortsräten können sich die Kernstadt und die Ortsteile entwickeln - dieses Plädoyer gegen die "Frontenstellung" vor allem jüngerer Ortsratspolitiker hat Bürgermeister Alfred Baxmann am Donnerstagabend im Rat gehalten.

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Bürgermeister Alfred Baxmann (rechts) übergibt die Ernennungsurkunde an Carl Hunze.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Den Anlass für die nachdenkliche Rede bot die Ehrung von Carl Hunze, der sich mehr als 48 Jahre kommunalpolitisch engagiert hatte. Dafür übergab ihm Baxmann die Würdigung als "Ehrenratsherr", die der Rat zuvor beschlossen hatte, und blickte zurück auf das Jahr 1999. Damals feierte Burgdorf das erste Vierteljahrhundert als Stadt mit den Ortsteilen, die sich nach der Gebietsreform 1974 zusammengeschlossen hatte. "Du hast seinerzeit sehr deutlich gesagt, dass Otze viel Gutes nur dank der Synergien mit Burgdorf erreicht hat", erinnerte sich Baxmann.

Er greife das Thema bewusst zum jetzigen Zeitpunkt auf, weil er seit der Kommunalwahl in den Ortsräten jüngere Kommunalpolitiker erlebe, die eine "Frontenstellung" verfolgten, die er längst überwunden glaubte. "Bei allem Lokalpatriotismus dürfen die Interessen der Gesamtstadt nicht vergessen werden", sagte der Bürgermeister und fügte hinzu, es sei - wie im Fall von Carl Hunze - gut, wenn ein Politiker sowohl im Rat als auch im Ortsrat mitarbeite und damit einen anderen Blick erhalte. Diese Einschätzung teilte auch Christdemokrat Hunze, der über Jahrzehnte auch als Ortsbürgermeister in Otze wirkte: "Wenn alle gemeinsam für die große Stadt eintreten, dann klappt es auch in den Ortsteilen." Das bedeute nicht, dass alle Akteure immer einer Meinung sein müssten: "Aber es gilt, die Interessen abzuwägen."

Der CDU-Politiker stimmte auch in einem anderen Punkt mit Baxmann (SPD) überein: Die Ortsratsmitglieder, allen voran der Ortsbürgermeister, müssten sich als bürgernahe Politiker um solche Probleme wie klappernde Gullydeckel oder wuchernde Bäume kümmern. Dabei helfe, wenn sich die Kommunalpolitiker einen engen Draht zu den Verwaltungsmitarbeitern aufbauten. "Wer den Beschäftigten immer wieder Inkompetenz vorwirft, schafft keine vertrauensvolle Zusammenarbeit", sagte Baxmann. Hunze und sein Stellvertreter Karl-Heinz Dralle (SPD) hätten so nie agiert: "Unter eurer Regie hat das immer gut funktioniert."

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