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Charbonnier: Bin zu einhundert Prozent hier

Burgdorf Charbonnier: Bin zu einhundert Prozent hier

Superintendent Ralph Charbonnier war einer von drei Kandidaten fürs Bischofsamt der Landeskirche Braunschweig. Die Synodalen wählten am Sonnabend nicht Charbonnier, sondern im dritten Wahlgang Pastor Christoph Meyns aus Husum. Redakteur Joachim Dege sprach mit dem Theologen nach seiner Wahlniederlage, wie es für ihn und mit dem Kirchenkreis Burgdorf weitergeht.

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Superintendent Ralph Charbonnier ist nicht zum Braunschweiger Landesbischof gewählt worden. Er will sich jetzt auf seine Aufgaben im Kirchenkreis konzentrieren.

Quelle: Alexander Demandt

Burgdorf. Herr Charbonnier, Sie waren wochenlang Kandidat. Wie ist es Ihnen mit der Schwebesituation ergangen?

Das war familiär nicht einfach, da auch meine Frau mit ihrer Pastorenstelle in der Paulus-Gemeinde von der Braunschweiger Entscheidung abhing. Auch unsere beiden Kinder mussten mit der Unsicherheit der Umzugsoption leben. Ich bin sehr dankbar, dass vor allem meine Frau das alles mitgetragen hat. Ich habe aber auch von Menschen im Kirchenkreis viel Unterstützung erfahren.

Wie haben Sie diese Wahlniederlage erlebt?

Ich selbst war enttäuscht, keine Frage. Auf der anderen Seite hatte ich mir vorgenommen, mein persönliches, theologisches und mein Kirchenleitungsprofil sehr deutlich herauszustellen in der Hoffnung und der Annahme, dass die Synodalen schauen, ob dieses Profil ihre Erwartungen trifft.

Welche Lehren ziehen Sie aus dem Wahlergebnis?

Ich habe viel dazugelernt und intensiv darüber nachgedacht, was meine Schwerpunkte sind und was mein Profil ausmacht. Diese Überlegungen kommen meiner künftigen Arbeit zugute.

Als Superintendent nehmen wir Sie als innovationsfreudigen Moderator und Lenker eines Erneuerungsprozesses wahr. Was wollen Sie im Kirchenkreis noch erreichen?

Mit allen Beteiligten beleuchten wir zurzeit die Arbeit der zehn Kindertagesstätten. Wir werden womöglich im ersten Halbjahr 2014 im Kirchenkreistag soweit sein, den Gemeinden vorzuschlagen, die Verwaltung einem Kirchengemeindeverband oder dem Kirchenkreis zu übertragen und eine pädagogische Gesamtleitung vorzusehen.

Ähnlich wie bei der Diakonie?

Mit dem Unterschied, dass die Einrichtungen stark an die Gemeinde angebunden bleiben. Wir wollen Verwaltungsarbeiten, die die Pastoren und Kirchenvorstände belasten, effektiver gestalten und in den Kirchenvorständen Freiräume für religionspädagogische Inhalte schaffen. Die Schwerpunktbildung in der Gemeindearbeit und die Vernetzung der Gemeinden sind weitere Herausforderungen, an denen wir zukünftig intensiv arbeiten werden.

Es heißt, dass der Kirchenkreis Sie über kurz oder lang verliert, weil Sie für Höheres qualifiziert seien. Ein Superintendent auf Abruf also?

In der evangelischen Kirche haben alle Dienste gleiche Würde, weil sie aus Glauben geschehen und den jeweiligen Begabungen entsprechen. Als Superintendent auf Abruf verstehe ich mich daher nicht. Ich bin zu 100 Prozent hier, in diesem innovationsfreudigen Kirchenkreis, der gut arbeitet.

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