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DNA-Test überführt Serientäter

Burgdorf DNA-Test überführt Serientäter

Das Schöffengericht des Amtsgerichts Burgdorf hat am Mittwoch einen 32 Jahre alten Serieneinbrecher zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt und die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel. Das Urteil ist rechtskräftig.

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Das Neubaugebiet in Hülptingsen war im Jahr 2012 das bevorzugte Revier eines Serieneinbrechers, der dort mitgehen ließ, was nicht niet- und nagelfest war.

Quelle: Norbert Korte

Burgdorf. Die Einbruchsserie im Neubaugebiet östlich Beerbuschweg in Hülptingsen sowie in der Kolonie des Kleingartenvereins Grüne Aue liegt bereits vier Jahre zurück. Dass sie noch aufgeklärt und jetzt auch geahndet werden konnte, ist einem positiven DNA-Test geschuldet, welcher den ursprünglich aus Salzwedel in der Altmark stammenden, mehrfach vorbestraften Angeklagten 2014 einmal mehr ins Visier der Polizei rückte und umfangreiche Ermittlungen nach sich zog.

Am Ende sah die Kriminalpolizei den jungen Mann mit Stoppelhaarschnitt als überführt an. Zumal dessen Ehefrau - das Paar lebt inzwischen in Trennung - nach einem Krach und dem Auszug des Ehemanns aus der gemeinsamen Wohnung beherzt zur Polizei ging und ihr Wissen über das kriminelle Treiben ihres Mannes ausplauderte. Die Staatsanwaltschaft klagte elf Taten an. Im Prozess ließen sich dem Angeklagten fünf Einbruchsdiebstähle, davon vier besonders schwere Fälle, zweifelsfrei nachweisen. Zweifelsfrei deshalb, weil der Angeklagte diese Taten einräumte.

Die Serie versetzte 2012 die Bauherren im Neubaugebiet in Hülptingsen, unter ihnen mit Sükrü Kizilyel auch ein Mitglied des Rates der Stadt Burgdorf, in Angst und Schrecken. Viele blieben auf ihren Schäden ganz oder in Teilen sitzen, weil die Versicherungen sich weigerten zu zahlen. Der 32-Jährige stahl, was nicht niet- und nagelfest war und was er für das Aufmöbeln seiner eigenen Wohnung am Ostlandring gebrauchen konnte. Geld für reguläre Anschaffungen hatte er als Bezieher von Arbeitslosengeld II nicht übrig.

So suchte er Rohbauten heim, wo er Baumaterial und Maschinen mitnahm. Er stieg auch in bewohnte Häuser ein, deren Eigentümer im Urlaub und auf Feiern weilten, ließ dort Fernseher und andere Unterhaltungsgeräte mitgehen. In der Kleingartenkolonie Grüne Aue brach er Lauben auf und stahl Alkohol und Haushaltsutensilien.

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