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DRK wirbt mit Gespräch für das Ehrenamt

Burgdorf DRK wirbt mit Gespräch für das Ehrenamt

Wenn Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW oder DRK alarmiert werden, dann müssen die Aktiven häufig ihren Arbeitsplatz verlassen. Das geht jedoch nicht ohne die Zustimmung ihrer Arbeitgeber. Bei denen will das DRK jetzt mit einem Diskussionsforum für mehr Unterstützung werben.

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Über internationale Hilfe und Krisenmanagement beim DRK spricht Karsten Wolff (links) mit Eduard Bobiatynski.

Quelle: Bismark

Burgdorf. In dem Dialogforum geht nach Aussage von Burgdorfs DRK-Chef Gero von Oettingen vor allem darum, die Vielfalt der Aufgaben und die Notwendigkeit von ehrenamtlichen Einsätzen zu erklären. Das Thema der Reihe "Unternehmen im Dialog - zu Gast beim DRK" spiegele den Ansatz wider: "Wir möchten die Firmenchefs zu uns einladen, damit sie mit unseren Referenten, aber auch untereinander ins Gespräch kommen."

Einen Sand zur Mitgliederwerbung werden die Unternehmer bei diesen Treffen nicht finden, wohl aber genügend Informationen für eine gemeinsame Diskussion. Zum Auftakt der neuen Reihe hatten die Burgdorfer Karsten Wolff, den im Pressesprecher der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen, eingeladen. Ehrenamtlich engagiert sich der 50-Jährige seit Jahren im DRK-Präsidium Hildesheim - und er hat mehrere Einsätze der Rotkreuzkräfte in Ländern wie Somalia und dem Sudan begleitet.

Im Gespräch mit Gästen wie Heiko Nebel von der Stadtsparkasse, Rechtsanwalt Markus Wzietek und Amtsgerichtsdirektor Andreas Henze blätterte Wolff die Facetten des DRK auf und ordnete dessen Arbeit in den Kanon anderer nationaler Hilfsorganisationen ein, die eine weltweite Unterstützung nach Erdbeben oder Überschwemmungen ermöglichen. "Ähnlich einer Modulbauweise hat jedes Land seine Aufgaben, die im Krisenfall abgefragt werden", sagte Wolff und fügte hinzu, auch Länder wie Nordkorea seien dabei eingebunden. 

Wer aber löst den Krisenfall aus und fordert internationale Hilfe an? Welcher Ehrenkodex gilt wo - und gibt es einen für alle Länder? Weshalb kann Deutschland oftmals sehr schnell Hilfe entsenden? Diese und andere Fragen stellten die Unternehmer, für die Organisatoren um von Oettingen und Jürgen Lange ein Zeichen, dass das Konzept des Dialogforums ankommt. Auch Referent Wolff zog eine positive Bilanz: "Das DRK zeigt auf diese Weise, dass es mehr bietet als Blutspenden." Vielmehr ermögliche der Verein den Ehrenamtlichen, sich zu Spezialisten in ganz unterschiedlichen Bereichen zu qualifizieren - und davon wiederum könnten auch Firmen profitieren.

Wie oft das DRK das Forum für Unternehmer anbieten werde, stehe noch nicht fest, sagte von Oettingen. Es richte sich an Burgdorfer Firmen aus dem Stadtmarketingverein, die mehrere Beschäftigte, möglicherweise aktiv in einem Ehrenamt, haben. Sie zu sensibilisieren, sei das Hauptanliegen des DRK, sagte Lange. Bürgermeister Alfred Baxmann, der die Schirmherrschaft für die Reihe übernimmt, bezeichnete das Forum als Möglichkeit, materielle und mentale Barrieren bei Unternehmern gegenüber dem Ehrenamt abzubauen.

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