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Amtsgericht bekommt einen Fahrstuhl

Burgdorf Amtsgericht bekommt einen Fahrstuhl

Das Justizministerium des Landes hat ein Einsehen mit dem Amtsgericht am Spittaplatz und genehmigt den Einbau eines Fahrstuhls. Das hat jetzt das Staatliche Baumanagement Hannover, die Baubehörde des Landes, auf Nachfrage bestätigt.

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Amtsgerichtsdirektor Andreas Henze zeigt auf die Stelle, wo der Fahrstuhl an das Gebäude gebaut werden soll.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Wer vor seinen Richter treten muss, hat nicht die Wahl: Er muss Treppen steigen im Gericht, ob er dazu körperlich in der Lage ist oder nicht. Wer es nicht aus eigener Kraft schafft, dem greifen schon mal Richter und Anwälte unter die Arme, um dem Recht den Weg zu ebnen. Denn das altehrwürdige Gebäude am Spittaplatz besitzt weder Rampe noch Fahrstuhl. Es ist wie 35 andere der 80 Amtsgerichte im Land Niedersachsen nicht barrierefrei. Ein Zustand, der klar gegen geltende Rechtsvorschriften verstößt.

Mit dem nicht nur vom Gericht selbst, sondern auch von Behindertenverbänden und Anwälten als unhaltbar monierten Zustand soll nun bald Schluss sein. Das Gericht, welches per anno 17 000 Menschen aufsuchen, will das Land mit einem außen an das Gebäude montierten Aufzug ausstatten, wie Sebastian Blank, Sprecher der für das Staatliche Baumanagement zuständigen Oberfinanzdirektion, bestätigte.

Entsprechende Planungen seien angelaufen. Die Behörde habe sich mit der Bauordnung der Stadt abgestimmt, sagte Blank. Das Bauvorhaben, das voraussichtlich im zweiten Quartal nächsten Jahres realisiert werde, koste das Land rund 443 000 Euro. Laut Andreas Fischer, Bauamtsleiter der Stadt, ist eine Glasbaukonstruktion im Gespräch.

„Wir freuen uns. Denn das wertet unsere Behörde in der Mitte der Stadt auf“, sagte Amtsgerichtsdirektor Andreas Henze. Ein Fahrstuhl helfe nicht nur jenen, die wegen etwaiger Rechtsverstöße und Zivilstreitigkeiten ins Gericht kämen. Noch stärker betroffen seien Menschen, die dort Grundbuchangelegenheiten zu erledigen hätten oder wegen Nachlasssachen oder Betreuungsfällen vorstellig würden.

Henze hatte wie sein Vorgänger immer wieder Vorstöße unternommen mit dem Ziel, dass ein Fahrstuhl eingebaut wird. Den Durchbruch brachte vergangenes Jahr eine Kleine Anfrage des Lehrter Landtagsabgeordneten Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (CDU) im Landtag.

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