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Das Beste aus Hackes Texten

Burgdorf Das Beste aus Hackes Texten

Kolumnist Axel Hacke hat im Vernastaltungszentrum aus seinen gesammelten Werken vorgelesen. Sein Publikum wusste er zu begeistern.

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Axel Hacke liest unter anderem aus seinem neuen Buch „Das kolumnistische Manifest“ vor.

Quelle: Rollenhagen

Burgdorf. Axel Hacke schreibt in seinem Leben schon länger Kolumnen, als er es nicht tut. In so vielen Jahren sammeln sich so einige Texte an: Dieses Jahr wird er die 1001. für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“ verfassen. Die Besten hat der Münchener, der 1956 in Niedersachsen geboren wurde, in einem Buch zusammengefasst, dem „Kolumnistischen Manifest“, das er am Dienstagabend in Burgdorf vorstellte.

Die Lesung wollte er eigentlich im Culturzirkus im Schlosspark abhalten. Doch eine Unwetterwarnung ließ die Veranstalter von dem Plan abrücken und den Abend ins Veranstaltungszentrum verlegen. Sicher ist sicher. Schließlich sei es für ihn doch sehr störend, wenn zwischendurch immer Zuhörer rausgetragen werden müssten, weil sie vom Blitz getroffen wurden, sagte Hacke zu Beginn. Das Programm des Schriftstellers war straff. „Es wird ein langer Abend: Das neue Buch hat 600 Seiten. Und ich lese vorher noch aus den anderen vor“, warnte er. Neben dem „Kolumnistischen Manifest“ lagen auch „Das Beste aus meinem Leben“, „Fußballgefühle“ und „Der weiße Neger Wumbaba“ auf seinem Beistelltisch. Hacke rezitierte daraus Geschichten über missverstandene Song- und literarische Texte, seinen Kühlschrankfreund Bosch, mit dem er tiefe Gespräche führt und seine Erfahrungen mit übermotivierten Eltern aus dem Kindergarten seines Sohnes. Besonders unterhaltsam wurde es, wenn Hacke die Beziehungskiste aufmachte und etwa über das „Partnerschaftspassiv“ referierte: Sätze wie „das muss gemacht werden“ kennt wohl jeder, sodass die Lacher der rund 230 Zuhörer wohl aus tiefstem Mitgefühl kamen.

Nur, als der gebürtige Braunschweiger seine Abneigung gegen den Club Hannover 96 unterschwellig zum Ausdruck brachte, verstanden die meisten Gäste keinen Spaß mehr. Doch Hacke bekam schnell die Kurve und erntete für seine feingeistigen Texte wieder Lacher und Applaus. Das blieb an diesem Abend trotz Unwetterwarnung auch der einzige Donner.

von Isabell Rollenhagen

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