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Wohnen im Sennheiser-Gebäude?

Burgdorf/Hülptingsen Wohnen im Sennheiser-Gebäude?

Seit dieser Woche steht das im Sennheiser-Gebäude an der Wollenweberstraße wieder leer: Das Land hat die Flüchtlinge in Unterkünfte anderer Kommunen verteilt, nun laufen Gespräche über die weitere Nutzung. Region Hannover und Stadt Burgdorf können sich dort Wohnraum vorstellen.

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Hülptingsen. Nach jahrelangem Leerstand hatte sich das mehrgeschossige Gebäude in Hültpingsen vor knapp einem Vierteljahr sehr schnell mit Menschen gefüllt: Das Unternehmen Sennheiser mit Sitz in der Wedemark bot dem Land den Komplex an, um dort in Spitzenzeiten bis zu 300 Flüchtlinge unterzubringen. Damit sollten die Erstaufnahmeeinrichtungen entlastet werden. Schon Ende Oktober stand fest, dass diese Notunterkunft zeitlich bis Februar befristet ist. Nun hat das Land die Bewohner anderen Kommunen zugewiesen, nur wenige der Schutzsuchenden bleiben in Burgdorf, wie Stadtrat Michael Kugel sagt.

Seinen Angaben zufolge hatte die Verwaltung das Gebäude bei den Planungen für Flüchtlingsunterkünfte stets mit berücksichtigt, sie führt dabei allerdings nicht die Geschäfte. Diese Aufgabe übernimmt die Region, wie Sprecherin Christina Kreutz sagt. "Die Amtshilfe der Region für das Land endete am Montag", sagt Kreuzt und fügt hinzu, das Gebäude stehe jetzt leer. Am Montagnachmittag hatten auch der ASB als Träger und das beauftragte Sicherheitsunternehmen den Komplex geräumt, lediglich eine Reinigungsfirma war noch aktiv. "Unsere Mitarbeiter arbeiten nun in anderen Unterkünften", sagt ASB-Sprecher Michael Güttler. Zu den dort Beschäftigten zählte auch der Burgdorfer Jojo Zander, der nach eigenen Angaben seit dem 1. März in der Uetzer Unterkunft arbeitet.

Mit dem Auszug der Flüchtlinge beginnen nach Aussage von Kreutz nun die Gespräche mit Sennheiser über die weitere Nutzung als Flüchtlingsunterkunft, die ein Unternehmenssprecher bestätigt. "Klar ist, dass im Fall einer Nutzung als Sammelunterkunft umfangreiche Umbauarbeiten anstehen", sagt Kreutz. Derzeit prüfe die Region die Kosten für einen möglichen Umbau, den die Behörde finanzieren müsste. "Das kann sich rechnen, wenn die Region beispielsweise keine Miete zahlen muss." Bislang gebe es aber weder eine Kostenschätzung noch einen Zeitplan.

"Es wäre gut, wenn dort die Möglichkeit zum dauerhaften Wohnen entsteht", sagt Kugel. Das ließen die jetzt sehr großen Räume mit Hallencharakter bislang nicht zu: "Deshalb sollen kleinere Wohneinheiten errichtet werden, die den Menschen auch eine Privatsphäre ermöglichen", gibt er das Ziel aus Burgdorfer Sicht vor.

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Von Redakteur Antje Bismark

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