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Regen lässt die Flüsse anschwellen

Burgdorf/Uetze/Lehrte Regen lässt die Flüsse anschwellen

Die ausgiebigen Regenfälle der vergangenen Tage haben die Aue in Burgdorf über ihre Ufer treten lassen. Die Pegelstände der Fuhse, die durch die Gemeinde Uetze fließt, sind bereits kräftig gestiegen. Und auf zahlreichen Äckern und Wiesen haben sich Tümpel gebildet.

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Die Aue nördlich von Hülptingsen ist über die Ufer getreten.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf/Uetze/Lehrte. Seit Sonnabendmittag regnet es fast ununterbrochen. „Jeder Regentropfen ist ein Kuss des Himmels“, sagt der Immenser Landwirt Henning Meyer und beschreibt damit die Bedeutung des Regens für ihn und seine Berufskollegen. Vor allem nach dem Winter 2014/2015, als es in der hiesigen Region kaum Niederschlag gab und die Grundwasserstände bedenklich sanken. „Wir sehen jetzt bereits, dass sich die Stände wieder erholt haben“, sagt Meyer.

„Die Böden sind gesättigt“, berichtet auch Cord-Heinrich Schweer aus Hülptingsen. Deshalb sei an Feldarbeit derzeit nicht zu denken. Im vergangenen Jahr haben die Bauern um den 22. Februar herum sogar schon Frühkartoffeln gepflanzt, weil die Böden warm und trocken waren.

Bernd Gellermann aus Dedenhausen, der stets einer der ersten in der Gemeinde Uetze ist, der seine Kartoffeln pflanzt, macht sich jedoch keine Sorgen, dass er noch nicht auf seine Äcker kann. „Wenn wir ab dem 10. März Frühkartoffeln pflanzen, ist das noch früh genug“, sagt er: „Schließlich haben wir noch Winter.“

In der nächsten Woche soll es sogar noch einmal richtig kalt werden. „Minus acht Grad sind für die Nächte angekündigt“, sagt Meyer, der Vorsitzender der Frühkartoffel-Erzeugergemeinschaft ist. Er begrüßt auch die Kälte: „Denn Kahlfrost hatten wir noch gar nicht in diesem Winter. Der ist jedoch gut, damit die auf den Äckern liegengebliebenen Kartoffeln kaputt frieren.“

Wer in Burgdorf an der Aue nördlich der Uetzer Straße spazieren geht, muss aufpassen, dass er keine nassen Füße bekommt. Das Wasser fließt dort mit beachtlicher Geschwindigkeit und hat die Uferbereiche längst überflutet. Offenbar zur Freude der Enten – diese lassen sich auf der schnellen Strömung flussabwärts treiben. Dann paddeln sie in den ruhigen Uferzonen wieder flussaufwärts – und das Spiel beginnt von Neuem.

Der Wasserstand der Fuhse war am Montag um 17.30 Uhr rund einen Meter höher als normal. Am Pegel in Peine wurden 2,56 Meter (normal 1,56) und in Wathlingen 1,56 (0,58) Meter gemessen. Während für die Fuhse in Peine nur Meldestufe 1 – potenzielle Hochwassergefahr – galt, war für Wathlingen bereits Stufe 2 – Fluss kann ausufern – gemeldet. „Am Dienstag werden wir hier wohl auf Meldestufe 3 gehen, das bedeutet, größere Flächen können überschwemmt werden“, sagt Anne Held vom Unterhaltungsverband Untere und Obere Fuhse.

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Die Enten scheinen es zu genießen, sich in der schnellen Strömung treiben zu lassen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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