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Lange Mängelliste überreicht

Burgdorf Lange Mängelliste überreicht

Lang ist die Mängelliste, die der Arbeitskreis Barrierefreies Burgdorf Bürgermeister Alfred Baxmann überreicht hat. Sie reicht von zu hohen Bordsteinen über zu hoch installierte Geldautomaten bis hin zu fehlenden Behindertentoiletten in den Gaststätten.

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Gepflasterte Flächen wie auf dem Spittaplatz sind für Rollatorfahrer ein Hindernis.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Burgdorf. Der Arbeitskreis, in dem der Seniorenrat, der Sozialverband (SoVD) und die Lebenshilfe mitarbeiten, beanstandet, dass Rollstuhlfahrer nur schwer hohe Bordsteine überwinden können. Er wünscht sich, dass noch mehr Bürgersteige abgesenkt werden. "Da sind wir dabei", sagte Baxmann. Bei Umbauten achte die Stadtverwaltung auf Bordsteinabsenkungen.

Außerdem fordert der Arbeitskreis weniger Kopfsteinpflaster und auf den gepflasterten Flächen "Rollatorwege". Nach Baxmanns Worten steht diese Forderung im Widerspruch zur Stadtgestaltung. Mit mehr Asphalt verliere die Stadt an Flair. Da müsse man einen Kompromiss finden.

Nach Ansicht des Arbeitskreises fahren Autofahrer auf der Marktstraße zu schnell, obwohl dort höchstens Tempo 20 erlaubt ist. Der Seniorenratsvorsitzende Wolf Büttner vermisst am Westende der Marktstraße am Kreisel einen Zebrastreifen. Ältere Menschen gingen dort nicht über die Straße, weil sie sich da unsicher fühlten. "Sie können Geschwindigkeiten schlecht einschätzen", erläuterte Büttner.

"Wir wollen nicht nur die Stadt in die Pflicht nehmen", betonte Werner Naehrig, stellvertretender SoVD-Vorsitzender. Zum Beispiel seien viele Geldautomaten für Rollstuhlfahrer zu hoch installiert.

Auf ein anderes Problem machte die Lebenshilfe-Mitarbeiterin Andrea Widmer aufmerksam: Zwar hätten viele Gaststätten einen barrierefreien Zugang zu ihren Räumen. Aber oft fehle eine Behindertentoilette. Behindertengerechte Toiletten vermisst der Arbeitskreis auch im Stadtpark.

Für Rollstuhlfahrer ist die steile Rampe auf der Westseite des Bahnhofstunnel ein kaum zu überwindenden Hindernis. Das hin und wieder der Fahrstuhl ausfalle, mit dem man vom Tunnel auf den Bahnsteig gelangt, berichtete der Rollstuhlfahrer René Grüttner. Dann müsse er den Bus nach Hannover nehmen.

Baxmann hält einen Behindertenbeirat- oder -beauftragten in Burgdorf nicht für nötig. Aber die Stadt könne den Arbeitskreis in ihren Beraterstab für Planungen aufnehmen. Widmer: "Das würde uns freuen."

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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