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Der Monat der Entscheidung in Kliniken der Region

Klinikum Region Hannover (KRH) Der Monat der Entscheidung in Kliniken der Region

Im September sollen laut Konzernbetriebsrat des Klinikums Region Hannover (KRH) Entscheidungen getroffen werden – mit Blick auf die Zukunft der Krankenhäuser im Nordosten der Region und die Medizinstrategie 2020.

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So trostlos soll es hinterm Großburgwedeler Krankenhaus nicht bleiben. 

Quelle: Lauber

Burgwedel/Burgdorf/Lehrte. Keinen Zweifel lässt Dunja Borges, Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, daran, dass die KRH-Geschäftsführung ihre Position zur Klinikzukunft in Burgwedel und Lehrte in den nächsten Wochen öffentlich bekanntgeben wird. „Wir befinden uns jetzt im Monat der Entscheidung“, sagte sie bei einem Informationsnachmittag beim Sozialverband (SoVD) Burgdorf und bezog sich damit auf zwei Veranstaltungen im Juni. Seinerzeit hatten Finanzchefin Barbara Schulte und Matthias Bracht, medizinischer KRH-Geschäftsführer, öffentlich angekündigt, nach den Sommerferien die Ergebnisse einer Untersuchung vorzulegen.

Gemeinsam mit der Burgwedeler Personalrätin Petra Pulver unterstrich Borges wiederholt, dass die jetzige unklare Situation die Beschäftigten belaste. Bestimmte Entscheidungen seien für die Mitarbeiter nicht nachvollziehbar: „Den Patientengarten in Großburgwedel hat man plattgemacht für einen Bettenhaus-Neubau, der nun aber nicht kommt. Egal, welche Standortentscheidung fällt: Den Garten sollten wir wieder herstellen. Denn ehe der Bau beginnt, vergehen mehrere Jahre“, sagte sie mit Blick auf einen möglichen Neubau an neuem Standort. Pulver teilt die Einschätzung zum Park: „Das war ein Rückzugsort und ein Raum zum Luftholen für Patienten und Mitarbeiter.“

Großen Zuspruch erhielten die Betriebsräte für ihre Forderung, die Beschäftigten nicht noch mehr zu belasten. „Die Arbeitsbedingungen sind am Limit“, sagte Borges. Es gehe um das Spannungsfeld, ob angesichts der vielen neuen Technik die Zeit für die Pflege verloren gehe. „Die Kollegen brauchen Zeit zum Kommunizieren, das erhält auch ihre Gesundheit“, sagte Pulver. Die Zuhörer, meist im Rentenalter, bestätigten derartige Erfahrungen und nahmen durchaus mit Erstaunen zur Kenntnis, dass der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen zum Jahresende auslaufe.

Als Beispiel nannte Borges die Schließung des Springer Krankenhauses: „Das bekommen zum einen die Patienten nie wieder zurück, zum anderen beginnen nun die Verhandlungen, zum Beispiel über den Nachteilsausgleich.“

Die Chefin des Gesamtbetriebsrates ermunterte ihre Zuhörer beim SoVD, sich bei Problemen zu beschweren – und zwar nicht beim Personal, „sondern drei Ebenen darüber“. Die Betriebsräte selbst wollen die Politik – unabhängig von der Standortentscheidung – nicht aus der Pflicht lassen. „Wir sind kommunale Krankenhäuser und stolz darauf.“ Das solle sich nicht ändern.

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Von Redakteur Antje Bismark

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