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Olympia-Held Andreas Toba tritt beim RSE ein

Ramlingen-Ehlershausen Olympia-Held Andreas Toba tritt beim RSE ein

Der Olympia-Held von Rio, Andreas Toba, ist seit Freitag Mitglied des SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE). Den Beitritt des 26-jährigen Turners hat der Vereinsvorsitzende Jürgen Stern beim Grünkohlessen des RSE verkündet, zu dem der Verein seine Sponsoren eingeladen hatte. Toba war Ehrengast.

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Der RSE-Vorsitzende Jürgen Stern (links) interviewt Andreas Toba vor dem Grünkohlessen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Ramlingen-Ehlershausen. Toba hatte sich bei den olympischen Spielen in Rio bei seiner Bodenübung während der Qualifikation für den Mannschaftsfinale einen Kreuzbandriss zugezogen. Weil er trotz seiner schweren Verletzung noch eine bravouröse Übung am Pauschenpferd turnte, sicherte er der deutschen Mannschaft den Einzug in den Endkampf. Dort konnte er allerdings wegen des Kreuzbandrisses nicht mehr antreten.

"Für mich war klar, dass ich noch einmal ans Pferd musste", berichtete Toba den 125 Gästen. Er hätte sich ewig Vorwürfe gemacht, wenn das Team seinetwegen das Finale verpasst hätte. Die gemeinsame Zeit vor den olympischen Spielen in Rio habe die Mannschaft zusammengeschweißt. Den Traum, noch einmal ein olympisches Mehrkampffinale zu bestreiten, hebe er sich für die nächsten vier Jahre auf.

Stern wollte von Toba wissen, wie es ihm jetzt nach der Operation gehe. "Ich habe vor drei, vier Wochen mit der Reha begonnen", antwortete der 26-Jährige. Er würde gern mehr machen, um schneller fit zu werden. "Aber die Ärzte bremsen mich immer", sagte Toba.

Mit dem Turnen könne man nicht reich werden. Auch nach seiner Heldentat in Rio bekomme er nicht reihenweise Werbevertäge angeboten. "Ich bin nicht reich an Geld", stellte er klar und fügte hinzu, Freunde seien mehr wert als Geld. Toba ist für den Publikumspreis bei der Bambi-Verleihung nomieniert. Stern forderte die Gäste auf, bei der Abstimmung für den Olympia-Helden zu voten.

Auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) war Stern indes nicht gut zu sprechen. Die Amateurvereine bekämen nichts von den hohen Fernseheinnahmen der Profiklubs ab, klagte der RSE-Chef. Der Spielplan der ersten und zweiten Liga bereite den kleinen Vereine Schwierigkeiten. Selbst zu den Landesligaspielen des RSE kämen nur rund 120 Fußballfans. "Die Zuschauerzahlen reichen manchmal noch nicht einmal für die Schiedsrichterkosten", berichtete Stern.

Er kritisierte auch die nach seiner Meinung zu hohen Passgebühren. Die fielen zum Beispiel zweimal an, wenn ein G-Jugend-Spieler anfange, im Verein zu spielen, und nach wenigen Wochen wieder aufhöre. Dass die Jugendarbeit die Vereine Geld koste, schere DFB und DFL überhaupt nicht, sagte Stern.

Nach den Worten des sportlichen Leiters Kurt Becker hat es der Verein geschafft, dass alle elf Nachwuchsteams des RSE von lizenzierten Übungsleitern trainiert werden. Ziel des Vereins sei, die Jugendspieler im Verein zu halten, wenn sie in den Herrenbereich wechseln. Derzeit spielten 15 ehemalige A-Junioren in der ersten oder zweiten Mannschaft.

"Wir sind mit allen Mannschaften im Soll", sagte Becker. Er zeigte sich zuversichtlich, am Ende der Spielzeit auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken zu können.

Platzwart lässt Gäste schmunzeln

Für Heiterkeit haben während des Grünkohlessens Uwe Janssen und Bruno Brauer, die Autoren der Platzwart-Kolumne in der HAZ, gesorgt. Sie nahmen Hannover-96 Trainer Daniel Stendel und dessen Spieler auf die Schippe. Den Namen eines Trainers, der Felix Klaus wieder zum Laufen bringe, müsse man sich merken, sagte Brauer. "Mit seinem Lieblingswort nichtsdestotrotz zeigt Stendel mehr Bodenhaftung als Ewald Lienen nach fünf Niederlagen", fügte er hinzu.

Janssen lieferte die Erklärung dafür, dass Salif Sané müde wirkt: "Der Senegalese kann bei offenem Transferfenster schlecht schlafen."

Außerdem gab es eine Verlosung und eine Versteigerung zugunsten der Jugendabteilung. Je zwei VIP-Karten für ein Helene-Fischer-Konzert in Hannover ersteigerten sich Klaus Sterthues und Reiner Meldau. Der erste und der zweite Preis bei der Verlosung waren VIP-Karten für das Fußballspiel Hannover 96 gegen Erzgebierge Aue. Die Gewinner waren Klaus Volkmann und Heike Hilmer-Börner.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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