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Waldstadion des RSE wird Wahrendorff-Arena

Burgdorf Waldstadion des RSE wird Wahrendorff-Arena

Wenn die Landesliga-Fußballer des SV Ramlingen-Ehlershausen (RSE) am Sonntag um 15 Uhr auf eigenem Platz gegen den Heeßeler SV antreten, tun sie dies erstmals in der Wahrendorff-Arena. So heißt ab sofort das Waldstadion, als sichtbares Zeichen für die Kooperation des Vereins mit dem Klinikum.

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Dr. Matthias Wilkening (von links), RSE-Chef Jürgen Stern, Trainer Kurt Becker und Sporttherapeut Carsten Linke  unter dem Schild, das von der Kooperation kündet.

Quelle: privat

Ramlingen. Eingefädelt haben die Kooperation die Männer an den Spitzen beider Institutionen. RSE-Chef Jürgen Stern und Dr. Matthias Wilkening, Geschäftsführer des Klinikum Wahrendorff, kennen sich schon mehr als einem Jahrzehnt. Nun bündeln sie ihre Kräfte.

Der RSE gewinnt einen Förderer in Zeiten, in den alle Vereine es schwer haben, große Sponsoren an Land zu ziehen. "Wir freuen uns, dass es noch Unternehmen gibt, die das soziale Engagement von Vereinen honorieren", sagte Stern gestern. 12 Jugendmannschaften hat der RSE - und damit reichlich Erfahrung mit der Integration, die der zentrale Gedanke des Abkommens ist. Patienten des Klinikums, das vorwiegend Menschen mit psychischen Problemen betreut, sollen mithilfe des Sportvereins am normalen Leben partizipieren. "Auch wem es phasenweise nicht gut geht, kann trotzdem aktiv am Leben teilnehmen", sagte Wilkening. Sonntags nachmittags zum Fußball gehen, den RSE anfeuern, fachsimpeln - dafür stellt der Verein dem Klinikum ein Kartenkontingent zur Verfügung.

"Wir haben schon einen 96-Fan-Club, bald wird es dann wohl auch einen Ramlingen-Fanclub bei uns geben", sagte der ehemalige 96-Spieler Carsten Linke, der in der Sporttherapie des Klinikums arbeitet. Die übrigens auch Fußball anbietet. "Wir kommen gerne mal mit unserer Mannschaft für ein Spiel vorbei", bot Linke an.

Doch nicht auf der Tribüne sollen Patienten mit anderen Besuchern in Kontakt kommen. Eine weitere Facette der Kooperation sieht vor, dass Wahrendorff-Bewohner dem Verein im Rahmen der Arbeitstherapie bei der Pflege der Anlage helfen. Etwa indem sie mit aufräumen, Karten abreißen oder bei Veranstaltungen helfen. Und auch für die Rasenpflege gibt es Spezialisten: "Unsere Dorff-Gärtnerei kümmert sich um das Nachwuchsleistungszentrum von 96", sagte Linke. Eine ähnliches Kooperationsprojekt wie nun mit dem RSE pflegt das Klinikum bereits seit Längerem erfolgreich mit dem MTV Ilten. Es ist auch für dessen Stadion Wahre-Dorff-Arena Namenspate.

Am Sonntag ist es dann offiziell so weit: Zum ersten Spiel in der Wahrendorff-Arena ist der Eintritt frei, Frauen erhalten einen Blumengruß. Ab 13.30 Uhr spielen die E-Jugendmannschaften des RSE und des Heeßeler SV gegeneinander. Um 14.50 Uhr wird die Arena getauft. Das Derby beginnt um 15 Uhr. Es gibt eine Tombola und einen Pizzastand. "Und hoffentlich einen Sieg gegen Heeßel", sagte Stern. Denn der möchte seine Mannschaft gern endlich wieder einmal in der Oberliga spielen sehen.

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Zur Kooperation gehört auch die Integration: Patienten des Klinikum werden sich als Fans und auch bei der Pflege im Wahrendorff-Stadion einbringen.

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Quelle: Sandra Köhler

Von Sandra Köhler

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