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Nach Schulschluss wird es eng in den Bussen

Burgdorf Nach Schulschluss wird es eng in den Bussen

Mit dem Umzug der 260 Realschüler ins Schulzentrum am Berliner Ring haben sich die Schlangen an den Bushaltestellen mittags deutlich verlängert. Damit alle Schüler nach dem Unterricht zeitnah nach Hause kommen, leitet Regiobus seit Kurzem ein Linienbus um und lässt einen zweiten früher fahren.

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Nach dem Umzug der 260 Realschüler ins Schulzentrum am Berliner Ring sind die Schlangen an der Bushaltestelle nach Schulschluss am Mittag sehr lang.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Seit dem 28. August bedient die um 13.20 Uhr am Bahnhof beginnende Tour der Buslinie 926 in Richtung Otze/Ehlershausen zusätzlich die Haltestelle vor den Schulen am Berliner Ring. Der reguläre Bus hält kurz danach um 13.28 Uhr, um die Schüler einzusammeln. Bereits seit dem 21. August wurde die bisherige Fahrt der Linie 906 ab Schulzentrum zum Bahnhof von 15 auf 14.53 Uhr vorgezogen. "Dadurch wird die auf dem Regelfahrweg verkehrende Fahrt um 14.57 Uhr ab Schulzentrum entlastet", sagte Klaus Abelmann, Sprecher der Region als Träger der Schülerbeförderung, Diese Maßnahme sei mit der Stadt und mit Regiobus abgestimmt.

De Fakto bedeutet das: Jeweils zwei statt nur ein Bus in Spitzenzeiten. Die sind auch dringend notwendig, denn die Schlangen an den Haltestellen sind schon jetzt, obwohl noch viele Schüler mit dem Rad kommen, sehr lang. "Ich weiß, dass die Anpassungen von den Schülern sehnsüchtig erwartet wurden. Denn vor den Zusatzbussen war der Zustand kritisch bis mangelhaft", sagte Kai Klinge, kommissarischer Schulleiter der Realschule.

Der Anteil der Realschüler, die mit Bus oder auch Elterntaxi zur Schule kommen, sei nach dem Standortwechsel deutlich gestiegen. "In den Klassen, in denen ich unterrichte, sind es etwa die Hälfte." Zudem sei ihm berichtet worden, dass die Busaufsichten vor der Anpassung von Fall zu Fall entschieden hätten, welche Schüler in den völlig überfüllten Busse mitfahren durfte und welche nicht, erklärte Klinge. Wie sich die Situation im Winter entwickelt und ob die bisherigen Maßnahmen der Regiobus ausreichen, ist völlig offen.

Beate Gottowik vom Stadtelternrat Burgdorf sagte, man sei in Gesprächen mit der Stadtverwaltung. "Das Thema steht auf der Tagesordnung unserer nächsten Sitzung."

Da Engpässe in der Schülerbeförderung bereits abzusehen waren, habe sich die Stadt bereits nach dem im Dezember 2016 gefassten Beschluss, die Realschule zu verlegen, mit der Region Hannover in Verbindung gesetzt, sagte Stadtsprecherin Alexandra Veith. Es sei die Zahl der Schüler und deren jeweiliger Wohnort mitgeteilt worden.

Einen groß angelegten Masterplan gibt es indes nicht. "Da die Buslinien nicht nur von den Schülern genutzt werden, sondern auch von anderen Fahrgastgruppen, ist eine generelle Umstrukturierung für die Belange des Schülerverkehrs nicht geplant", teilte Regionssprecher Abelmann mit.

Wenn es konkrete Anlässe dafür gebe - etwa geplante Veränderungen der Schulbezirke - würden jedoch weitere Gespräche mit der Stadt geführt: "Die Regiobus wird auch zukünftig auf sich ändernde Umstände der Fahrgastströme in Abstimmung mit der Region Hannover flexibel im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten reagieren", versicherte Abelmann.

Für die benachbarte BBS, die mit der Übernahme der Fahrzeugtechniker aus Hannover seit August 600 zusätzliche Schüler hat, sind die Busverbindungen nicht das Problem. "Die Fahrzeugtechniker kommen aus der gesamten Region, sind älter und in der Regel motorisiert", sagt Schulleiter Reiner Behrend.

Von Sandra Köhler

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