Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Diakonie berät seit 25 Jahren Schuldner

Burgdorf Diakonie berät seit 25 Jahren Schuldner

Menschlich, herzlich, vorurteilslos: So steht der Diakonieverband Hannover-Land dem eigenen Anspruch nach seit 25 Jahren Schuldnern in Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze bei. In der Beratungsstelle helfen drei Frauen jährlich 263 Ratsuchenden dabei, einen Weg aus der finanziellen Krise zu finden.

Voriger Artikel
Syrischer Lebensmittelladen hat neue Bleibe
Nächster Artikel
Nun doch: Zweiter Spiegel wird aufgehängt

Die beiden Sozialpädagoginnen Elena Veith (lins) und Angelika Krack helfen Menschen aus der Schuldenfalle.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Mehr als 5000 Betroffene haben die helfende Hand des Diakonieverbands inzwischen ergriffen. Ein Grund innezuhalten, das eigene Helfen zu reflektieren und das Jubiläum mit den Geldgebern und Netzwerkpartnern aus den Kommunen im Osten der Region Hannover zu begehen, befand Diakonieverbandsgeschäftsführer Jörg Engmann.

Burgdorf ist diejenige Stadt unter den vier Kommunen, aus der mit Abstand die meisten ratsuchenden Schulder stammen. Zwei Gründe sind nach Darstellung der Sozialpädagogin Angelika Krack dafür ausschlaggebend: Die Beratungsstelle hat ihren Sitz im Haus der Diakonie an der Schillerslager Straße 9, und nur einen Steinwurf entfernt ist das Jobcenter untergebracht, das häugig Schützlinge zur Schuldnerberatung schickt.

Bürgermeister Alfred Baxmann, nach eigenem Bekunden alles andere als bibelfest, würdigte in einem Grußwort die Bedeutung der Schuldnerberatung für die Stadt und zitierte aus dem Matthäus-Evangelium: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Die Beratung helfe, Burgdorf zu der sozialen Stadt zu machen, die sie sein wolle.

Superintendentin Sabine Preuschoff erinnerte daran, dass nicht jeder verschuldete Mensch selbstverschuldet in finanzielle Not gerate. Aufgabe der Diakonie sei es, den Finger in die Wunde zu legen und die Politik in die Pflicht zu nehmen dafür, dass sie auch für die Armen in der Gesellschaft sorge.

Krack und ihre Kollegin Elena Veith ließen die Historie der Beratungsstelle als auch des Privatinsolvenzrechts Revue passieren. Beide legten Wert auf die Feststellung, dass sie auch regelrechte Sozialarbeit leisten, bevor es an die Schuldenregulierung gehe. Viele ihrer Probanten kämen gefangen in einem Kokon aus Angst und Panik, aus dem sie erst befreit werden müssten. Kracks Empfehlung lautet daher: „Die Leute sollten sich trauen, so schnell wie möglich zu uns zu kommen. Nicht erst, wenn ihnen die Schulden über den Kopf gewachsen sind. Das ist wie mit einem Arztbesuch.“

Info: Die Schuldnerberatung des Diakonieverbands bietet jeden Donnerstag eine offene Sprechstunden von 16 bis 18 Uhr an. Diese kann jeder ohne Voranmeldung aufsuchen. Eine telefonische Sprechzeit bietet die Beratungsstelle donnerstags von 14 bis 16.30 Uhr an: (0 51 36) 89 73 10.

doc6wljxx484jnyvamgop5

Fotostrecke Burgdorf: Diakonie berät seit 25 Jahren Schuldner

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xo2ot3ahw7628ka8az
Geisterstunde im Museum mit Bach und Händel

Fotostrecke Burgdorf: Geisterstunde im Museum mit Bach und Händel