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Die Ausleihe ist erstmals rückläufig

Burgdorf Die Ausleihe ist erstmals rückläufig

2908 Menschen haben einen aktuellen Leseausweis für die Stadtbücherei an der Sorgenser Straße, 427 davon waren Neuanmeldungen in 2015. In den 1235 Öffnungsstunden der Kultureinrichtung haben sie 132 552 Ausleihen getätigt.

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Die Auszubildende Jaqueline Schneider präsentiert eine Auswahl lesenswerter Bücher.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. „Das sind nach einem seit 2009 ungebrochenen Anstieg erstmals etwas weniger als im Vorjahr“, sagt Leiterin Andrea Nehmer-Rommel. „Das heißt für uns: Wir müssen noch mehr Gas geben, um die Leute zu erreichen.“ Dazu gehört neben diversen Aktionen auch eine optimale Zusammenstellung und Präsentation des zum 31. Dezember 46 610 Medien zählenden Bestandes.

„Wir haben 7000 Medien herausgenommen, aber im Gegenzug auch 4000 neue angeschafft“, sagt die Büchereileiterin. Gänzlich verschwunden sind Videos, die mit jährlich gerade einmal 100 bis 120 Ausleihen kaum noch nachgefragt wurden. Der genauen Durchforstung sind ebenfalls veraltete Bücher aus den Bereichen Computer und Technik, aber auch Politik und Gesellschaftskunde zum Opfer gefallen. Kaum ausgeliehene Ladenhüter mussten ebenso weichen wie zerlesene Exemplare. Von einem solchen Prozedere profitierten die Bibliotheken, sagt Nehmer-Rommel: „Dann wird alles andere mehr wahrgenommen und auch besser ausgeliehen.“ Neuanschaffungen habe sie in allen Bereichen getätigt, einen besonderen Schwerpunkt aber auf geschichtliche Werke zum Ersten und Zweiten Weltkrieg gelegt. „Dank der Jahrestage gibt es viele Neuerscheinungen, die anders an das Thema herangehen als Bücher, die von Betroffenen verfasst wurden - und denen man ihre Traumata deutlich anmerkt.“ In diesem Jahr sollen Werke zu Technik und Sport den Schwerpunkt bilden.

Das Angebot besser an den Leser bringen: Dazu sollen verschiedene Veranstaltungen dienen. Eine davon ist ein „Eat und Read“ am 11. März. Im Vorfeld der Leipziger Buchmesse hat Nehmer-Rommel zwei Buchhändlerinnen aus der Lüneburger Buchhandlung „Bücher am Lambertiplatz“ dafür gewinnen können, anstehende Neuerscheinungen passend zum Gastland USA vorzustellen. Dazu gibt es vegetarische Kleinigkeiten von Thea Thees.

Zudem will die Büchereileiterin einen Newsletter einrichten. Einmal im Quartal soll er, gefüllt mit Buchtipps, per E-Mail an diejenigen verschickt werden, die sich dafür interessieren. „Das hat in anderen Bibliotheken auch schon gut funktioniert“, sagt Nehmer-Rommel.

Von Sandra Köhler

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