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Wolfgang Obst soll Kirchenvorstand leiten

Burgdorf Wolfgang Obst soll Kirchenvorstand leiten

Erstmals in der Geschichte der katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde wird ein Nichtgeistlicher deren Geschäfte führen. Der Kirchenvorstand hat Wolfgang Obst zu seinem Vorsitzenden gewählt. Diese Entscheidung ist ein weiterer Schritt, den Gemeindemitgliedern mehr Verantwortung zu übertragen.

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In der St.-Nikolaus-Gemeinde - hier die Pfarrkirche am Langen Mühlenfeld in Burgdorf - übernehmen Ehrenamtliche Schritt für Schritt mehr Verantwortung.

Quelle: Archiv

Burgdorf. Nach seiner Rückkehr aus der krankheitsbedingten Auszeit hatte Pfarrer Martin Karras angekündigt, dass er seiner Gesundheit zuliebe einige seiner bisherigen Aufgaben in der Gemeinde, zu der rund 5000 Katholiken in Burgdorf, Uetze und Hänigsen gehören, abgeben will.

Ein Teil dieser Aufgaben wurden jetzt in der Sitzung des Kirchenvorstands – das Gremium ist für die Finanzen, für Anschaffungen und für Erhaltung der Immobilien zuständig – neu verteilt: Künftig übernehmen die Ehrenamtlichen im Kirchenvorstand und Bauausschuss mehr Verantwortung. Zum ersten ehrenamtlichen Kirchenvorstandsvorsitzenden wurde Gemeindemitglied Wolfgang Obst gewählt.

Dieses Amt – so regelt es das Kirchenvermögensverwaltungsgesetz – bekleidet in der Regel der Geistliche einer Gemeinde, in St. Nikolaus bislang Pfarrer Karras. „Allerdings kann der Bischof auch einen anderen Vorsitzenden bestimmen“, sagt Bistumssprecher Volker Bauerfeld. Obst muss in seinem neuen Amt noch von Bischof Norbert Trelle bestätigt werden. „Wenn der Pfarrer einer Gemeinde das mitträgt, dann steht der Zustimmung in der Regel nichts im Weg“, erklärt Bauerfeld.

Im Bistum Hildesheim haben von den 119 Pfarrgemeinden laut Bauerfeld etwa ein halbes Dutzend einen ehrenamtlichen Kirchenvorstandschef. „Das ist durchaus eine pragmatische Lösung, wenn ein Pfarrer mehrere Gemeinden leitet.“

Von einem Trend wollte Bauerfeld jedoch nicht sprechen. Im Gegensatz zu Obst, der überzeugt ist, dass aufgrund des Priestermangels immer mehr Pfarrgemeinden diesen Weg gehen werden. „Wer die Kirchengemeinde haben will, muss künftig selbst aktiv werden“, sagt Obst. Ein weiterer Baustein für mehr Eigenverantwortung der St.-Nikolaus-Gemeinde ist der kürzlich gegründete Förderverein.

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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