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Integration geht durch den Magen

Burgdorf Integration geht durch den Magen

Meet & eat heißt das jüngste Projekt der St.-Paulus-Kirchengemeinde. An jedem zweiten und vierten Montag werden im Kirchenzentrum am Berliner Ring Flüchtlinge kochen und ihr Land vorstellen. Burgdorfer jeden Alters sind eingeladen, mit ihnen zu essen, zu spielen und sich auszutauschen.

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Am Burgdorfer Schloss rollen die Kugeln

Die großen Töpfe für das erste meet & eat im Paulus-Kirchenzentrum stehen bereit.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. "Für Flüchtlinge ist es nicht einfach, wenn sie immer nur die Empfangenden sind", sagt Initiatorin Annegret Oelschlägel. Sie hat beobachtet: "Wenn die sich bedanken wollen, dann kochen oder backen sie in der Regel etwas aus ihrer Heimat, wie gefüllte Weinblätter oder Baklava."

Zudem verbinde gemeinsames Tafeln. Der Austausch über die Rezepte sei ein guter Anstoß miteinander ins Gespräch zu kommen und sich kennen zu lernen. Daraus sei die Idee für meet & eat erwachsen. Es solle ein Treffpunkt sein für Menschen, die schon länger in Burgdorf leben, und solche, die infolge von Flucht und Migration in die Stadt gekommen sind, sagt Oelschlägel.

"Menschen, die ein gemeinsames Herkunftsland haben, gehen mit uns einkaufen und kochen etwas für ihr Land Typisches. Damit können sie ihre Kompetenzen zeigen und gleichzeitig ihre Heimat vorstellen."

An jedem zweiten und vierten Montag im Monat, so der Plan, will das Paulus-Kirchenzentrum seine Tür für meet & eat öffnen. Am  Montag, 25. April, soll es losgehen mit dem Land Eritrea. Willkommen sind Alte und Junge, Frauen, Männer und Familien. Das Büfett wird um 18 Uhr eröffnet.

Bereits ab 16 Uhr stehen die Migrationssozialarbeiter des Diakonieverbandes Hannover-Land den Flüchtlingen und Migranten für Fragen rund um das Ankommen in Deutschland zur Verfügung. "Die sind unglaublich fix und kompetent", lobt Oelschlägel deren Arbeit.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Projekt soll vorerst aus den sonntäglichen Kollekten für die Diakonische Arbeit in der Gemeinde finanziert werden. Wer kann und mag, dürfe für das Essen aber gerne eine Spende geben, sagt Oelschlägel.

Wer Interesse hat, das vorwiegend aus Frauen bestehende Vorbereitungsteam zu unterstützen, kann das gern auch stundenweise tun: "Wir haben Teams eingeteilt. Die einen kümmern sich um das Einkaufen, die nächsten wissen, wo welche Küchengeräte zu finden sind und begleiten das Kochen, andere räumen auf oder suchen die Spiele aus", sagt Oelschlägel.

Von Sandra Köhler

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