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Stadt schreibt Wochenmarkt neu aus

Burgdorf Stadt schreibt Wochenmarkt neu aus

Die Stadt Burgdorf schreibt die Konzession für den Burgdorfer Wochenmarkt neu aus. Der jetzige Vertrag mit der Deutschen Marktgilde läuft zum 31. Dezember 2016 aus. Zudem unternimmt die Stadt einen neuen Anlauf, einen Betreiber für einen Bauernmarkt auf dem Spittaplatz zu gewinnen.

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Auch am Mittwochvormittag ist der Wochenmarkt auf dem Schützenplatz gut besucht.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Die Deutsche Marktgilde wird sich erneut dafür bewerben, die Märkte am Mittwoch- und Sonnabendvormittag ausrichten zu können. Das hat der Gebietsleiter der Deutschen Marktgilde, (DMG), Carlos Aragues-Bremer, auf Anfrage erklärt.

Seit Anfang 2014 haben die beiden DMG-Marktleiter Hans-Jürgen Boettcher (Mittwoch) und Rudolf Roll (Sonnabend) dem Burgdorfer Wochenmarkt neues Leben eingehaucht. Zuvor hatte die Stadtverwaltung die Regie auf dem Markt geführt. Roll und Boettcher konnten neue Händler gewinnen und so die Vielfalt steigern. Zudem hat die DMG die Erweiterung der Marktfläche auf dem Schützenplatz erreicht.

Er sei zwar erst seit Mitte Dezember 2015 Gebietsleiter, doch was er so auf dem Burgdorfer Markt erlebe, sei von der Optik, dem Ambiente und dem Klima zwischen Händlern und Kunden sehr angenehm, sagt Aragues-Bremer. „Ich finde es vor allem sehr beachtlich, wie der Mittwochsmarkt aufgestellt ist.“ Weitere Vorbereitungen für den Sonnabend-Markt hat die DMG schon im Visier: „Wir wollen ihn so richtig vollbekommen“, sagt Aragues-Bremer. „Wenn wir den Zuschlag wieder bekommen sollten, dann werden wir ab 2017 Mitglied im SMB. Die Kontakte seien geknüpft.

Ein Mitbewerber um die Marktleitung ist voraussichtlich auch die Attraktive Wochenmärkte GmbH, die für die Märkte in Uetze, Lehrte und Hämelerwald verantwortlich ist. Sie war vor drei Jahren nicht zum Zuge gekommen. Der neue Konzessionsvertrag soll für den Zeitraum Januar 2017 bis Dezember 2019 gelten. Die Bewerbungsfrist endet am 19. August.

Darüber hinaus unternimmt die Stadt einen neuen Anlauf, den Spittaplatz zu beleben. Sie sucht für einen „Grün-/Frische-/Bauernmarkt“ einen Betreiber. Die Konzessionsabgabe liegt bei mindestens 2000 Euro im Jahr. Dieser zusätzliche Markt soll einmal in der Woche stattfinden, jedoch nicht mittwochs und sonnabends. Der Vertrag soll vom 1. März 2017 bis 30. Oktober 2019 laufen. Angebote sind ebenfalls bis zum 19. August schriftlich bei der Stadt einzureichen. Er werde kein Angebot für den Spittaplatz abgeben, sagt DMG-Gebietsleiter Aragues-Bremer dem Anzeiger.

Nach der Umgestaltung der
Innenstadtstraßen haben die
Burgdorfer kontrovers diskutiert, ob der Wochenmarkt nicht besser auf den Spittaplatz umziehen sollte. 2013 entschied die Politik, dass der Schützenplatz Marktstandort bleibt.

Kommentar: Bauernmarkt ist überflüssig

Für eine Stadt mit etwas mehr als 30 000 Einwohner gibt es für einen dritter Markt in der Woche wohl kaum Bedarf. Was wird ein Bauern- oder Frischmarkt anderes anbieten können, als die langjährigen Händler am Mittwoch und Sonnabend? Denn viele von ihnen erzeugen die Produkte selbst, die sie verkaufen – das typische Merkmal eines Bauernmarkts. Zudem gibt es in den Ortsteilen Burgdorfs und dem Umland etliche Hofläden, in denen Landwirte ihre Erzeugnisse direkt vermarkten.

Wenn der Spittaplatz unbedingt belebt werden soll, könnte die Stadt dort etwas aufziehen, das es in Burgdorf noch nicht gibt. Das könnten zum Beispiel Stände mit türkischen, asiatischen und orientalischen Spezialitäten sein. Auch wechselnde Marktschwerpunkt sind denkbar, sodass ein Bummel über den „Spittaplatz-Markt“ immer Überraschungen bereithalten würde.

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