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Sportpaten sollen Flüchtlingen den Weg ebnen

Burgdorf Sportpaten sollen Flüchtlingen den Weg ebnen

Die TSV will Flüchtlingen systematisch den Weg in den Sportverein erleichtern. Mit einem Kennenlerntag, Schnuppertraining in einigen Abteilungen, der Benennung von festen Ansprechpartnern und ehrenamtlichen Sportpaten will Burgdorfs größter Sportverein die Integration der Menschen vorantreiben.

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Roy Gündel (von links) erläutert die Initiative der TSV. Frank Eckelmann, Kirsti Falkenhagen und Kağan Bölen hören zu.

Quelle: Stefan Heinze

Burgdorf. Diese Eckpunkte für eine erfolgreiche Integration sind dasErgebnis eines Arbeitstreffens von Vorstandsmitgliedern, Vertretern einiger Sparten und interessierten Sportlern der TSV.

Für Aktive in der Flüchtlingsarbeit ist es eine häufige Erfahrung: Sie haben die gewünschte Sportart herausgefunden, mit dem Trainer gesprochen und dem Migranten den Weg beschrieben. Doch beim Training kommt er nie an. Damit das nicht passiert, braucht der Flüchtling jemanden, der ihn das erste Mal dorthin begleitet. „Wenn man so einen Sportpaten hat, schaffen sie es zu 100 Prozent“, sagt Benjamin Stake, Bundesfreiwilligendiener in der Flüchtlingssozialarbeit der Stadt.

Sportpaten könnten zudem die Sportbekleidung finanzieren oder den Vereinsbeitrag übernehmen. In den Abteilungen soll es nach Möglichkeit auch zentrale Ansprechpartner für die Integration geben.

Bei einem Kennenlerntag noch in diesem Jahr können die Migranten vom Beachvolleyball bis zum Handball einige Sportarten ausprobieren, die nicht in der Halle ausgeübt werden müssen. In Kombination damit soll kostenlos gebrauchte Sportkleidung angeboten werden. Später wäre ein Tag für Hallensportarten möglich.

Um den Flüchtlingen den Einstieg in den Verein zu erleichtern, bieten einige Abteilungen bereits reduzierte Beiträge an. Zudem sollen Übungsleiter Schulungen für das Training mit Migranten bekommen.

Wichtig ist, dass sich die Flüchtlinge zukünftig mehr auf die Sparten verteilen, um die Fußballabteilung zu entlasten. Aufgrund des großen Andrangs kicken Flüchtlinge dort eher unter sich. „Das ist keine Integration“, sagte Kağan Bölen, Integrationsberater beim Mehrgenerationenhaus, am Rande des vom zweiten TSV-Vorsitzenden Roy Gündel initiierten Treffens.

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