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Verkehrsentlastung: Ideen der Bürger gefragt

Burgdorf Verkehrsentlastung: Ideen der Bürger gefragt

Trotz Umgehungsstraße rollen täglich rund 11 850 Fahrzeuge über die Marktstraße. Zu viel in den Augen der Ratsmehrheit. Wie diese Verkehrsbelastung reduziert werden könnte, wollen die Politiker aber nicht über die Köpfe der Burgdorfer hinweg entscheiden. Es soll eine Einwohnerversammlung geben.

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Freitagnachmittag um 15.30 Uhr: Auf der oberen Marktstraße herrscht reger Verkehr.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Lösungsvorschläge gibt es etliche, doch keiner überzeugt. Denn sobald die Verkehrsführung auf der Marktstraße – sei es durch Einbahnstraßenregelung oder Fußgängerzone – geändert wird, hat das große Auswirkungen auf andere Innenstadtstraßen.

Geplant war, dass der Ratsausschuss für Verkehr und Umwelt am Donnerstagabend eine Variante empfiehlt. Doch sowohl Werner Bublitz (SPD) als auch Klaus Köneke (CDU) erklärten, dass solch eine weitreichende Entscheidung breiter und nicht allein in den Ratsgremien erörtert werden sollte. Bürgermeister Alfred Baxmann begrüßte den Vorschlag, die Bürger mit ihren Ideen in den Entscheidungsprozess einzubinden. Die Stadt wird deshalb zur Einwohnerversammlung einladen. Einen Termin gibt es aber noch nicht.

„Die Aufenthaltsqualität auf der Marktstraße muss besser werden, da sind wir uns ja wohl einig“, sagte Volkhard Kaever (WGS). Bei den Vorschlägen zur Verkehrsführung werde zu sehr durch die Autofahrerbrille geschaut. „Die beste Lösung, um das Verkehrsaufkommen auf der Marktstraße zu verringern, wäre vielleicht, die Ampeln auf der Umgehungsstraße neu zu takten.“

„Die B 188 ist leider nicht so leistungsfähig, wie wir es uns gewünscht“, sagte auch Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst. Vor den Ampeln staue sich regelmäßig der Verkehr, auch ohne dass es auf der A 2 gekracht hat.

Nach Ansicht Gero von Oettingens (CDU) muss vor allem an der oberen Marktstraße – „wo der Verkehr unerträglich dicht ist“ – etwas passieren. „Ich bin der Meinung, wenn dort eine Einbahnstraße von Ost nach West eingerichtet würde, erhöht das die Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer.“ Als Ausgleich müsste die Hann. Neustadt für beide Fahrtrichtungen geöffnet werden. Das hätte gleichzeitig den Vorteil, dass die Straße für die Ansiedlung von Geschäften attraktiver werde, so von Oettingen.

Sein Fraktionskollege Köneke warnte hingegen: „Wenn wir die Stadt tot haben wollen, dann sollten wir Einbahnstraße oder Fußgängerzone einrichten.“ Er sei begeistert von dem ruhigen Miteinander aller Verkehrsteilnehmer auf der oberen Marktstraße. „Warum pflegen wir dies nicht und entwickeln es weiter?“

Auch Hans-Dieter Morich (SPD) warnte: „Wir dürfen es mit den Verkehrseinschränkungen nicht übertreiben.“

Maria Leykum (Grüne) erklärte, ihre Fraktion verfolge inzwischen nicht mehr das Ziel, eine Fußgängerzone einzurichten. „Weil dann in den anderen Straßen Probleme entstehen. Wir müssen mehr an den kleinen Stellschrauben drehen, zum Beispiel an der Ampelschaltung.“

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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