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Flaschengarten findet Platz auf jedem Balkon

Burgdorf Flaschengarten findet Platz auf jedem Balkon

Wer sein eigenes Gemüse anbauen will, benötigt keinen riesigen Garten, lediglich einen Balkon und pfiffige Ideen. Die gab Doris Zander vom Frauen- und Mütterzentrum an drei interessierte Frauen weiter. Praktisch gepflanzt und gewerkelt wurde natürlich auch - etwa beim Bau eines Flaschengartens.

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Doris Zander (von links), Anke Schramke, Stefanie Nölck und Petra Pottien legen einen Flaschengarten an.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. "Ich bin ja beim Projekt Stadtgärtnern involviert und da sind es recht kleine Parzellen. Also habe ich mich im Internet - vorwiegend auf der Plattform Utopia - schlau gemacht, wie man Kartoffeln, Möhren und anderes Gemüse auf wenig Platz anbauen kann. Dann dachte ich: Das kann ich auch mal anders weitergeben. Es ist ja auch eine Sache der Nachhaltigkeit", erklärt Zander die Idee zur Ferienpassaktion auch für Erwachsene. Zwei Kinder und drei Frauen hatten sich angemelde t- die Kinder waren aber, vielleicht dem Termin am Sonnabendvormittag geschuldet, nicht aufgetaucht. Umso interessierter fragten Anke Schramke, Stefanie Nölck und Petra Pottien Zander aus über vertikales Gärtnern, den Anbau von Erdbeeren in Balkonkästen und Salat im Blumentopf, schöne und essbare Blüten wie Kapuzinerkresse und Borretsch sowie Kompostieren mit Regenwürmern.  "Auf jeden Fall bin ich Anfänger", sagte Nölck über ihre Gärtnererfahrung: "Ich hoffe, hier einige Tipps zu bekommen." Einen großen Keller hat Schramke: "Es ist schon interessant zu hören, wie ich dort vielleicht Champignons anbauen kann." Auch Pottien ist Balkonbesitzerin: "Ich mache mir den immer mit Blumen schön", sagte Pottien. Sie habe auch schon Tomaten angepflanzt: "Und die sind auch was geworden." Aber eine Alternative zu Kräutertöpfen aus dem Supermarkt sei doch sehr reizvoll. 

"Man muss immer schauen, welche Voraussetzungen man hat", sagte Zander. "Auf einem Ost-West-Balkon fallen schon viele Pflanzen weg. Bei einem Südbalkon muss man dagegen mehr gießen und auch mit dem Schatten schauen." Der größte Fehler, den viele machten, sei, ständig zu wässern, erklärte sie: "Dann staut sich die Nässe und die Pflanzen haben keinen Grund, vernünftige Wurzeln auszubilden, weil das Wasser ja ständig zu Verfügung steht. Wenn dann ein Wind kommt, kippen sie leichter um." Genial, platzsparend und einfach ist der Kartoffelacker in der Tüte: Die Knollen werden in Tüten, Jutesäcke oder einfach in die Säcke mit Blumenerde geplanzt. Damit das Wasser ablaufen kann, müssen die Tüten unten mit Löchern versehen werden. "Zur Ernte muss man sie dann nur noch umkippen", sagt Zander. Im Flaschengarten wachsen Radieschen und Kräuter auch auf kleinstem Raum. Angelegt ist er ganz einfach: Von Plastikflaschen wird der Boden abgetrennt und die Seitenwand mit einem ausgeschnittenen Pflanzfenster versehen. Dann werden die Flaschen mit Pflanzerde befüllt und mit dem Hals nach unten ineinandergesteckt- nur auf der unteren bleibt der Verschluss aufgeschraubt. In jede Flasche kann nun gesät oder gepflanzt werden. Und zwar nach dem Prinzip: "Was mehr Trockenheit verträgt, kommt nach oben. Was mehr Nässe abkann, kommt nach unten", riet Zander.

Von Sandra Köhler

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