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Integration vom Notenblatt

Burgdorf Integration vom Notenblatt

Sich begegnen, miteinander Singen und sich so persönlich kennenlernen – das ist die Idee, die hinter dem Interkultur-Chor (i-Ku) steckt. Drei Chorleiterinnen wollen das Projekt gemeinsam auf die Beine stellen. Ein erstes Chortreffen ist für kommenden Freitag geplant.

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Für den Europatag am 12. Mai plant das mit dem Zertifikat Europaschule ausgezeichnete Gymnasium ein Konzert. Der i-Ku-Chor studiert dafür Beethovens „Ode an die Freude“ ein.

Burgdorf. Die drei Chorleiterinnen sind Almut Stoppe, Angelika Gerber und Ilsabe Bartels-Kohl. Stoppe ist Musiklehrerin am Gymnasium und leitet dort den i-Ku-Chor ihrer Schule. Immer donnerstags in der siebenten und achten Stunden kommen 20 Jugendliche – Flüchtlingskinder aus den Sprachlernklassen des Gymnasiums und der IGS sowie einheimische Schüler – im Musikraum zusammen und studieren unter Stoppes Leitung einfaches Liedgut (A-B-C-Lied, Bruder Jakob) mit unkomplizierten Texten ein.

Den Chor hörte die Musikpädagogin Bartels-Kohl, die ihrerseits den Kleinen Chor leitet, anlässlich eines Schulkonzerts. Sofort war sie Feuer und Flamme für die Idee, Deutsche und Flüchtlinge mithilfe der Musik zusammenzubringen. Mit ihrer Kollegin verabredete sie, das Projekt auf die Erwachsenenwelt zu übertragen.

Schließlich stieß auch Angelika Gerber, die den Volkschor Burgdorf und zwei weitere Ensembles in Sehnde leitet, hinzu. Gerber macht ihr Referendariat am Gymnasium und will gern ihre Abschlussarbeit über das I-Ku-Projekt schreiben, sofern die Landesschulbehörde grünes Licht gibt.

„Es geht ums Singen. Aber nicht nur. Der Chor kann auch Kontaktbörse sein“, sagt Bartels-Kohl. Der i-Ku-Chor, trifft sich am Freitag, 22. April, ab 18.30 Uhr erstmals im Paulus-Kirchenzentrum in der Südstadt. Die Flüchtlinge könnten Deutsch lernen und Kontakte zu Burgdorfern knüpfen, hofft die Musiklehrerin. Denkbar sei auch, später miteinander zu kochen und zu tanzen.

Willkommen ist laut Bartels-Kohl jeder Burgdorfer, der das Kennenlernen der Flüchtlinge „von Mensch zu Mensch als Bereicherung erfahren“ wolle. Flüchtlinge sollen übers Mehrgenerationenhaus, den Nachbarschaftstreff am Ostlandring und Aushänge in ihren Unterkünften von dem Chorprojekt erfahren.

14 ihrer Volkschor-Sänger hätten ihr Kommen für Freitagabend angekündigt, sagt Gerber.

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