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Behörden sperren Zugang zu Wohnhäusern

Burgdorf Behörden sperren Zugang zu Wohnhäusern

Seit Monaten warten Eigentümer von Wohnungen an der Friederikenstraße darauf, ihre neuen Zimmer beziehen zu können. Sie werden auch weiterhin auf ihren gepackten Koffern sitzen müssen: Weil einige Wände zu schmal sind, müssen Gutachter nun die Tragfähigkeit prüfen.

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Nur scheinbar kurz vor der Fertigstellung: Die künftigen Eigentümer der Wohnungen an der Friederikenstraße dürfen die Häuser noch immer nicht betreten.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Im August vor inzwischen fast drei Jahren hatte die Stadt Burgdorf nach Aussage von Sprecher Jens Böhm die Baugenehmigung erteilt für die drei Häuser mit Tiefgarage und insgesamt 18 altersgerechten Wohnungen. Dabei verteilen sich acht Wohneinheiten auf das erste Gebäude, zwei auf das zweite und wiederum acht auf das dritte. Etwa ein halbes Jahr später zeigte der Bauherr, eine Firma aus Springe, den Beginn der Arbeiten an. "Der avisierte Fertigstellungstermin ist in der Verwaltung nicht bekannt", sagt Böhm.

Etliche Eigentümer indes gingen von einem Umzug im vergangenen Jahr aus. Sie gaben zum Teil ihre Wohnungen auf oder verkauften ihre Häuser, um aufgrund ihres Alters in jene Zimmer umzuziehen, die ein besseres Wohnen für Senioren ermöglichen sollen. "Immer wieder aber verschob sich der Termin", sagt ein Burgdorfer, der bei seiner Tochter und ihrer Familie vorübergehend einzog. Andere Eigentümer mieteten sich als Zwischenlösung eine Wohnung im Stadtgebiet an und lagerten ihre Möbel in anderen Gebäuden. Diese Provisorien dauern inzwischen einige Monate, und ein Ende vermag derzeit niemand zu benennen.

Denn einige der Innenwände seien nicht nach der deutschen Norm - die eine Stärke von 11,5 Zentimetern vorgebe -, sondern nach europäischer Norm gebaut worden, sagt Heinke Traeger, Sprecherin des Sozialministeriums. Ihre Behörde ist für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen zuständig und wurde im September 2015 vom Tragwerkplaner eingeschaltet. In einem ersten Schritt hatte das Ministerium die Zustimmung verweigert, weil das Gutachten eines Sachverständigen fehlte. "Das liegt inzwischen vor", sagt Traeger. Ihren Angaben zufolge muss der Bauherr beweisen, dass der Neubau die Vorgaben aus dem Gutachten erfüllt. Dann muss die Stadt Burgdorf als untere Baubehörde prüfen, "ob die geforderte Qualität der Wände trotz der zu geringen Dicke der Mauern gegeben ist", sagt Traeger.

Der Unternehmer selbst wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Die Eigentümer indes hoffen, dass sie das Gebäude demnächst betreten - vor allem aber ihre Wohnungen beziehen können. „Im Sinne der Eigentümer wird durch die Stadt Burgdorf auf die möglichst zügige Vorlage der nötigen statischen Nachweise gedrungen", sagt dazu der Burgdorfer Stadtsprecher.

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Von Redakteur Antje Bismark

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