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90-Jähriger stirbt bei Brand in Burgdorf

Wohnhaus in Flammen 90-Jähriger stirbt bei Brand in Burgdorf

Bei einem Brand in Burgdorf ist am Dienstag ein 90 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Das Feuer war am Morgen in einem Einfamilienhaus am Peiner Weg ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Nach Darstellung der Polizei entstand ein Schaden von 150 000 Euro.

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Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Quelle: Christian Elsner

Burgdorf. Eine Nachbarin hatte auf dem Weg zur Arbeit bereits kurz nach 8 Uhr leichten Brandgeruch am Peiner Weg wahrgenommen, sich aber zunächst nichts dabei gedacht. Ihr Mann sah kurz vor 9 Uhr aus seinem Büro, wie Flammen aus dem Seitenfenster neben der Garage des Nachbarhauses schlugen. Er rief sofort die Rettungsleitstelle an. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits eine Passantin einen Notruf abgesetzt. Sie hatte Rauch aus dem Haus aufsteigen sehen.

Die Feuerwehr löste um 8.59 Uhr Stadtalarm aus. Die Retter rückten in 13 Fahrzeugen und mit 39 Einsatzkräften der Ortsfeuerwehren Burgdorf, Dachtmissen, Hülptingsen und Weferlingsen an.

Nach Darstellung von Ortsbrandmeister Florian Bethmann, der den Einsatz leitete, hatten die Retter zunächst Schwierigkeiten, die Haustür aufzubrechen. Schließlich gelang es doch. Zwei Atemschutztrupps drangen nacheinander in das eineinhalbgeschossige Haus ein, wo sie sich auf der Suche nach dem Brandherd durch eine Wand aus dichtem Qualm kämpften. Das Wohnzimmer im Erdgeschoss standen lichterloh in Flammen.

Nur sechs Minuten nach dem Eintreffen an dem Haus am Peiner Weg 48 fanden Feuerwehrleute den Hauseigentümer im Obergeschoss im Badezimmer. Für den 90-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er war seinen Verletzungen bereits erlegen. Die Retter trugen den Mann ins Freie, wo er im Eingangsbereich des Hauses zunächst nur mit Wolldecken zugedeckt, aber noch nicht abtransportiert wurde. Derweil dauerten die Löscharbeiten an. Ein Bestattungsunternehmen fuhr erst eine Stunde später gegen 10.30 Uhr vor.

Das Todesopfer, Witwer und Vater von drei erwachsenen Kindern, lebte nach Angaben von Nachbarn allein in seinem Haus. Er soll früher Mathematiklehrer an Realschule und Gymnasium gewesen sein. Während der Löscharbeiten traf ein Sohn am Unglücksort ein. Feuerwehr und Polizei riefen einen Seelsorger hinzu, um den Mann zu betreuen.

Das total verrußte, mit Holzdecken ausgestattete Haus ist inzwischen unbewohnbar und nach Einschätzung erfahrener Feuerwehrleute einsturzgefährdet.

Bereits der dritte Wohnungsbrand

Eine brennende Kerze hat am Montag gegen 3.30 Uhr den Brand in einer Wohnung an der Lessingstraße ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kommen die Brandermittler der Polizei, die am Dienstag die Wohnung der 29-Jährigen untersucht hatten. Das Feuer griff nach Aussage eines Polizeisprechers auf das Sofa über. Den Schaden schätzt die Polizei auf 15 000 Euro.

Das Feuer am Dienstag war der dritte Wohnungsbrand für die Ortsfeuerwehr Burgdorf in diesem Jahr: Deren Mitglieder mussten am 24. Januar ein Haus am Sorgenser Grundweg löschen, nachdem dort eine Explosion die Garage zerstört und in Flammen gesetzt hatte. Über diese und die Einsätze aus dem Jahr 2015 spricht Ortsbrandmeister Florian Bethmann in der Jahresversammlung, die am Sonnabend, 27. Februar, um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus beginnt.

Von Joachim Dege und Antje Bismark

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