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Wohnhaus brennt ab: Bewohner retten sich

Burgdorf Wohnhaus brennt ab: Bewohner retten sich

In den frühen Morgenstunden ist in Burgdorfs Innenstadt ein Wohnhaus völlig ausgebrannt. Die drei Bewohner konnten sich mit einem Sprung aus dem ersten Obergeschoss ins Freie retten. Zwei mussten von ihnen ins Krankenhaus.

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Das Wohnhaus an der Straße Kleiner Brückendamm 40 brennt lichterloh. Die Feuerwehr kann das Gebäude trotz massiven Löscheinsatzes nicht retten.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Das Feuer in dem stattlichen Wohnhaus am Kleinen Brückendamm war kurz vor 4 Uhr ausgebrochen. Zu dieser Zeit hielten sich drei Menschen in dem Haus auf und schliefen. Nach Angaben von Ortsbrandmeister Florian Bethmann, der den Einsatz der um 4.02 alarmierten 94 Rettungskräfte leitete, sind die Bewohner zwischen 30 und 35 Jahre alt. Zwei hätten sich mit einem Sprung auf dem ersten Obergeschoss ins Freie gerettet und dabei leichte Verletzungen zugezogen. Rettungssanitäter brachten sie ins Krankenhaus nach Lehrte.

Die Feuerwehr rückte gegen vier Uhr aus. Zu diesem Zeitpunkt brannte der Dachstuhl lichterloh. Die Polizei war bereits vor Ort und klingelte sämtliche Nachbarn aus deren Häusern. Insgesamt zwölf Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Sanitäter betreuten drei von ihnen auf der Feuerwache Vor dem Celler Tor bis in die frühen Vormittagsstunden.

Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, fand sie das Haus einer Fackel gleich vor. Eine Decke sei bereits eingestürzt gewesen, sagte Bethmann später. Atemschutzträger löschten von der Straße aus und mithilfe der Drehleiter über dem Dach. Eine riesige Rauchwolke zog über die Uetzer Straße hinweg Richtung Hülptingsen. In der unmittelbaren Umgebung des Hauses regnete es Rußpartikel. Die Feuerwehr ließ zwei Nachbarhäuser sowie das brennende Haus vorn der Stromversorgung abklemmen. Die Polizei sperrte den Kleinen Brückendamm zwischen dem Kreisel Schwarzer Herzog und dem Schützenplatz.

Elektromeister Dirk Schülke wohnt mit seiner Familie im Nachbarhaus. Er war nach eigenen Angaben kurz vor 4 Uhr wach geworden, hatte durch das offene Fenster geblickt und die Flammen gesehen. Sofort habe er seine Frau und die Tochter aufgeweckt und mit ihnen das Haus verlassen. "Ich dachte, sowas gibt's nur im Kino", sagte Schülke. Der Handwerksmeister berichtete, dass in dem brennenden Wohnhaus ein junges Ehepaar mit seinen drei Katzen lebte. Die Frau habe einen Schock erlitten. "Die ist völlig durch den Wind."

Gegen 6.30 Uhr hatte die Feuerwehr, die mit 94 Kräften und 22 Fahrzeugen im Einsatz war, den Brand im Griff und übergab die Einsatzstelle an die Polizei. Nach Einschätzung eines Bausachverständigen des Technischen Hilfswerks ist das Haus nicht mehr bewohnbar. Mehr noch: Ein Giebel zur Straßenseite drohte einzustürzen. Die Straße blieb deshalb auch im Morgenverkehr gesperrt, was in Burgdorfs Innenstadt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Das THW ordnete ein Spezialfahrzeug aus Ronnenberg, um den Giebel einzureißen.

Handwerksmeister Schülke, der inzwischen für sich und seine Frau von der Tankstelle einen Kaffee besorgt hatte, konstatierte schließlich erleichtert: "Gott sei Dank sind keine Menschen ernsthaft zu Schaden gekommen. Für alles andere gibt es Versicherungen." Und auch Schülkes Tochter Franziska, die um 7 Uhr nach Dubai in den Urlaub fliegen wollte, bekam noch ihren Flug. Die 28-Jährige hatte in der Eile den am Vorabend gepackten Koffer geschnappt und zunächst barfuß das Elternhaus verlassen. Bis das Taxi zum Flughafen kam und sie abholte, hatte ihr Vater dann aber die Schuhe aus dem Haus geholt.

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