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Einbruchs-Opfer: Die Angst bleibt

Burgdorf Einbruchs-Opfer: Die Angst bleibt

Abschließbare Fenstergriffe, eine stabile Haustür, neue Rollläden und Eisenriegel vor der Tür: Nach einem Einbruch im September hat ein Ehepaar sein Haus besonders gesichert. Die Angst aber bleibt.

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Ein Eisenriegel soll die Kellertür vor Einbrechern schützen.

Quelle: Antje Bismark

Burgdorf. Die Nacht zum 20. September vergessen der 76-jährige Eigentümer und seine Frau so schnell nicht mehr. Denn sie schreckten gegen 2 Uhr hoch, als plötzlich ein Unbekannter in ihrem Schlafzimmer stand. Bis dahin schätzte das Paar sein Haus als sicher ein, doch die Geschehnisse jener Nacht veränderten diese Haltung grundlegend.

Irgendwann nach Mitternacht versuchten Unbekannte, über eine Überdachung und durch ein Fenster ins Haus einzusteigen. Als das nicht gelang, hebelten sie die komplette Eingangstür aus dem Rahmen. „Wir haben oben geschlafen und nichts gehört“, sagt der Burgdorfer. Seinen Angaben zufolge zogen die Einbrecher alle Schubladen heraus, durchwühlten alle Schränke, zogen aus Handtaschen sogar das Innenfutter heraus. Dabei wurden sie fündig: Sie erbeuteten Schmuck, zum Teil von hohem ideellen und materiellen Wert. Als sie alle Räume untersucht hatten, hebelten sie eine Zwischentür auf, die zum Schlafzimmer führt. „Und von dem Geräusch bin ich hochgeschreckt“, sagt der 76-Jährige. Er stieg aus dem Bett, als sich die Schlafzimmertür schon öffnete. „Dann strahlte mich grelles Licht an“, erinnert er sich. Der Unbekannte sei daraufhin geflohen.

Das Paar blieb noch einige Minuten im Raum, ehe es sich auf den Flur wagte - um die Polizei alarmieren zu können. Bis zum frühen Morgen dauerten die Spurensicherung und erste notdürftige Reparaturen. „Dann haben wir geschaut, wo es Schwachstellen gibt“, sagt der Hauseigentümer. Er rüstete mit einer stabilen Tür und abschließbaren Fenstergriffen nach, setzte Eisenriegel vor die Kellertüren und erneuerte Rollläden. „Inzwischen schauen wir immer wieder auf die Straße, ob uns etwas auffällt“, sagt er. Auf einem Plan dokumentiert er die Einbrüche in der Nachbarschaft. „Die Angst bleibt“, sagt seine Frau. Erst recht, nachdem in einem gegenüberliegenden Haus die Einbrecher über das Obergeschoss eindrangen. Sie waren an der Terrassentür gescheitert. „Die hatten wir schon unter dem Sicherheitsaspekt erneuert, jetzt kommen die Fenster oben dran“, sagt die Bewohnerin.

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