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Hospizdienst öffnet die Tür für Gäste

Burgdorf/Lehrte/Sehnde/Uetze Hospizdienst öffnet die Tür für Gäste

Zu welchem Zeitpunkt suchen Sterbenskranke oder ihre Angehörige die Hilfe des Ambulanten Hospizdienstes? Diese Entscheidung können dessen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter den Betroffenen nicht abnehmen. Mit einem Tag der offenen Tür aber nehmen sie vielen die Angst vor dem ersten Schritt.

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Manuela Fenske-Mouanga (links) und Christiane Wehrs beraten die Besucher beim Tag der offenen Tür.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Seit drei Jahren laden Manuela Fenske-Mouanga und ihr Team zu Kaffee und Kuchen in ihre Räume ein, am Freitag als Beitrag zum Hospiztag. "Uns ist es wichtig, dass die Menschen in der Region etwas von diesem Tag haben", begründet die Koordinatorin den Ansatz der geöffneten Tür. Damit hätten sie bislang sehr gute Erfahrungen sammeln können: "Wir senken die Schwellenangst", sagt sie und fügt hinzu, auch in diesem Jahr habe sich diese Einschätzung bestätigt. "Normalerweise rufen Angehörige oder die Kranken bei uns an, vereinbaren einen Termin und treffen sich dann dort zu Hause", sagt Fenske-Mouanga. 

Der Tag der offenen Tür ermögliche ein Treffen ohne Telefonate und Termine - das sei mitunter wichtig, wenn Verwandte oder Freunde zunächst eine Beratung benötigen, einen Anstoß eben. Zu den Besuchern in diesem Jahr hätten aber auch Kranke gehört, die nach einer schweren Erkrankung nun selbst die Unterstützung der Sterbebegleiter benötigten. "Und nicht zuletzt kommen Frauen und Männer, die sich über die Aufgaben als Ehrenamtliche informieren wollen", berichtet Fenske-Mouanga. 

Um jeden Gast kümmert sich an einem solchen Tag ein Ehrenamtlicher. "Wer hierher kommt, hat seine eigene Geschichte zu erzählen und braucht dafür Zeit", hat die Koordinatorin beobachtet. So auch am Freitag: Intensiv scheinen die Gespräche, privat die Fragen. Der geschützte Raum, den das Team trotz der offenen Tür scheinbar mühelos schafft, ermöglicht diese Situation. Am Ende hat der Hospizdienst neun Beratungen absolviert - weitere werden folgen.

Nur selten geht es inzwischen um Themen wie Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht. "Natürlich gibt es bei uns auch eine entsprechende Hilfe oder die richtigen Formulare", sagt Fenske-Mouanga, "aber immer mehr Menschen haben sich mit diesem Thema schon vorher beschäftigt." 

Der Ambulante Hospizdienst ist per E-Mail hospizdienst.burgdorf@evlka.de und unter Telefon (05136) 897311 erreichbar.

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