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Sorgenser wollen Flüchtlingen helfen

Burgdorf Sorgenser wollen Flüchtlingen helfen

Wie denken die Sorgenser über eine mögliche Unterbringung von Flüchtlingen in ihrem Dorf? Der Frage ist Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger in einer Bürgersprechstunde in der Schützenkate nachgegangen. Der Großteil der 30 Anwohner zeigte Hilfsbereitschaft. Doch auch Kritik und Ängste wurden geäußert.

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Ortsvorsteher Dirk Scherdtfeger (links) und FDP-Ehrenvorsitzender Dieter Lüddecke informieren bei der Bürgersprechstunde in der Schützenkate über die mögliche Flüchtlingsunterbringung in Sorgensen.

Quelle: Lisa Malecha

Sorgensen. Gemeinsam mit FDP-Ehrenvorsitzenden Dieter Lüddecke gab Schwerdtfeger Einblicke in den aktuellen Planungsstand der Unterkünfte am Feuerwehrtechnischen Zentrum und am Sorgenser Dreieck. Auch eine mögliche Unterbringung in Sorgensen kam zur Sprache. „Meine Information ist, dass die Stadt überlegt, zwei bis drei Doppelhäuser zu bauen“, sagte Schwerdtfeger. Diese Variante würde er einer ursprünglich ins Auge gefassten Unterbringung in Containern an der Hauptstraße vorziehen. Um welche Grundstücke es im einzelnen geht, wolle er nicht sagen.

Auch wenn der Großteil der Bürger sich offen zeigte, gab es doch auch einige kritische Stimmen. „Wenn die da einziehen, sind die Häuser danach unbewohnbar“, argwöhnte eine Anwohnerin. „Wir können nicht jedes Elend der Welt retten! Was machen wir denn für unsere Obdachlosen“, schimpfte ein Anwohner – und erntete promt scharfe Kritik: „Unsere Obdachlosen laufen nicht um ihr Leben. Hat einer von euch vorher an sie gedacht“, fragte einer der Anwesenden.

„Man sollte ohne Vorurteile auf die Menschen zugehen – sie sind vor Krieg geflüchtet“, appellierte ein anderer. Ute Linnemannstöns tat die Kritik als „Stammtischgerede“ ab. „Natürlich verstehe ich manche Ängste", sagte die Sorgenserin. "Aber man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass es mit den Flüchtlingen ist wie mit jeder Menschengruppe: Die meisten sind gut, aber schwarze Schafe hat man überall.“

Dans sich der Ortsvorsteher über mangelndes Engagement keine Sorgen zu machen braucht, betonte im Anschluss an die Sprechstunde Karl-Heinz Westphal: „Die Hilsbereitschaft in Sorgensen wird sehr große sein“, versicherte er.

Von Lisa Malecha

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