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Stadt muss Schulen besser planen

Burgdorf Stadt muss Schulen besser planen

Die Elternvertreter aller Burgdorfer Schulen haben durchgesetzt, dass die Stadtverwaltung ihre Schulplanung professionalisieren und einen sogenannten Schulentwicklungsplan auflegen muss. Dafür soll die Schulabteilung im Rathaus zusätzlich Personal erhalten.

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Burgdorf soll einen Schulentwicklungsplan bekommen, damit sich die Raumplanung fortan stärker an den Bedürfnissen der Schulen - hier die Grundschule I - orientiert.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Noch im März hatten Elternvertreter Stadtverwaltung und Rat in einer turbulenten Schulausschusssitzung mit Vorwürfen überzogen, weil diese an den Bedürfnissen der Schulen vorbeiplanten. So sei die neue Pausewang-Grundschule von vornherein zu klein dimensioniert.

Bürgermeister Alfred Baxmann reagierte. Er wies die Schulabteilung an, eine Schulraumbedarfsplanung zu erarbeiten – zunächst für die Grundschulen. Diese legte der zuständige Abteilungsleiter Henry Barm in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses am Donnerstagabend vor. Sie berücksichtigt nicht nur die gemeldeten Kinder, sondern auch Faktoren wie Zuzug, Umzug, Kinder mit Förderbedarf (Inklusion) und Flüchtlingskinder. Im Ausschuss lobten Sprecher aller Ratsfraktionen die Fleißarbeit. Der Ausschuss räumte der Stadtverwaltung mit Blick auf die erwartete Schülerzahl zudem einen Planungsspielraum von sechs bis zehn Prozent pro Jahrgang und Schule ein.

Die Eltern verlangten mehr, nämlich eine Gesamtplanung für alle Burgdorfer Schulen. Elternvertreter aller Schulen hatten daher einen Antrag für eine Schulentwicklungsplanung unterschrieben und den Rat aufgefordert, der Verwaltung dafür das Personal zu genehmigen.

Im Schulausschuss fand sich niemand, der den Eltern diesen Wunsch abschlagen wollte: Christiane Gersemann (SPD) begrüßte die Initiative der Eltern. Mirco Zschoch (CDU) sagte, es sei „höchste Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen“. Hartmut Braun (Grüne) sah den Zeitpunkt für einen Schulentwicklungsplan für gekommen. Auch FDP und WGS waren dafür. Sogar Bürgermeister Alfred Baxmann, der noch im März Zweifel am Nutzen einer Schulentwicklungsplanung geäußert hatte, nannte den Zeitpunkt richtig gewählt, weil die mittlerweile zweigliedrige Schullandschaft eine überschaubare geworden sei.

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Von Redakteur Joachim Dege

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