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Grünabfälle sorgen für viel Verdruss

Burgdorf Grünabfälle sorgen für viel Verdruss

Eine Kommunikationspanne ist die Ursache dafür, warum die Entsorgung von Grünabfällen auf der Mülldeponie in Burgdorf für Ärger sorgt. Das Unternehmen Abfallwirtschaft Hannover (aha) hat versäumt mitzuteilen, dass es den Wertstoffplatz erweitern will und deshalb die Organisationsabläufe veränderte.

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Die private Grünabfallentsorgung muss neuerdings auf dem Wertstoffplatz der Mülldeponie erfolgen.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Im Herbst hat die Gartenarbeit noch stets Hochsaison. Da fällt Baum-, Strauch-, Hecken und Rasenschnitt in Massen an. Einen Kubikmeter davon darf jeder Bürger täglich umsonst zur Deponie bringen, wo er zu Kompost weiterverarbeitet und kostenlos abgegeben wird.

Der Verwaltungsangestellte Jörg Harms aus Sorgensen ist verärgert über aha. Konnte er seinen Grünschnitt bislang mit dem Anhänger in Chargen von bis zu einem Kubikmeter kostenfrei über die Waage zum Kompostsammelplatz auf dem Deponiegelände fahren und dort einfach abschütten, soll er dafür nun neun Euro pro Fracht bezahlen. Denn aha will die Fahrt zum Kompostsammelstelle nur noch gewerblichen Anlieferern erlauben.

Alternativ darf Harms, der einen Garten von 750 Quadratmeter Größe sein eigen nennt, seine Grünabfälle kostenfrei in einen großen Container auf dem Wertstoffplatz am Deponieeingang werfen, muss dabei aber Muskelkraft aufbieten. Wie Harms schimpfen private Anlieferer zuhauf über die aus ihrer Sicht erschwerten Anlieferbedingungen.

aha-Deponieleiter Rainer Person zählt mehrere Gründe auf, warum er die Abläufe bereits Ende August veränderte: Weil seine Leute auf dem Deponiegelände mit großen Maschinen Abfälle bewegen müssten, bestünde dort erhöhte Unfallgefahr, die es aus haftungsrechtlichen Gründen abzustellen gelte. Außerdem habe sich unter angelieferten Grünschnitt bisweilen Sperr- und Hausmüll befunden. Auch dem wolle man einen Riegel vorschieben.

Der eigentliche Grund aber ist die geplante Erweiterung des Wertstoffplatzes, der aus allen Nähten platze. Auf einer Steuobstwiese vor dem Wall zur Steinwedeler Straße hin wolle aha eine neue Zufahrt bauen und auf dem Wertstoffplatz selbst dann zwei komfortable Entsorgungsstraßen anlegen. Der Umbau soll im Frühjahr abgeschlossen sein. Für die Planung der Entsorgungsstraßen werde jetzt erhoben, wieviel Grüngut private Anlieferer zum Wertstoffplatz bringen. Schon um zu vermeiden, dass sich, wie bisher an den Sonnabenden, lange Rückstaus bis zur Kreisstraße bildeten, sagt Person.

Allerdings schweigt sich die aha-Unternehmenskommikation über all dies bisher geflissentlich aus, weshalb aha-Kunden von den für sie positiven Veränderungen nichts ahnten.

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