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Fest 2016: Ohne Ehrenamtliche läuft nichts

Burgdorf Fest 2016: Ohne Ehrenamtliche läuft nichts

Am Wochenende verwandelt sich die Innenstadt in eine Festmeile, denn die Burgdorfer feiern ihr Stadtfest Oktobermarkt. Das Besondere an der dreitägigen Sause, die am Freitag,
30. September, um 16 Uhr offiziell mit der traditionellen Regenwette beginnt, wird von Ehrenamtlichen getragen.

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Auf dem Spittaplatz hat der Aufbau für den Oktobermakrt begonnen: Jürgen Lange ist einer der Ehrenamtlichen des VVV, der dafür sorgt, dass beim dreitägigen Stadtfest alles rund läuft.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Vereine und Organisationen aus Burgdorf und Umgebung gestalten das vielfältige Programm mit Vorführungen aus den eigenen Reihen, holen auswärtige Künstler in die Stadt, bauen Informations-, Speise- und Getränkestände auf.
Allein der Verkehrs- und Verschönerungs-Verein (VVV), Ausrichter des Stadtfestes, ist mit vielen ehrenamtlichen Helfern im Einsatz, damit alles rund läuft.

Einer von ihnen ist Jürgen Lange. Seine Aufgaben beim diesjährigen Oktobermarkt: Morgen markiert er ab
13 Uhr gemeinsam mit Kristine Bäuerle, Hubert Berz, Dieter Moseler, Gerhard Bleich und Karl-Ludwig Schrader die Flächen für die Stände und Bühnen auf der Marktstraße und ihren Seitenstraßen mit Flatterband. Langes nächster Einsatz ist dann ab 18.15 Uhr, wenn es darum geht, den Oktobermarkt-Akteuren ihre Stände zuzuweisen.

Zeitgleich kümmert sich die Firma Drescher ehrenamtlich um die Stromversorgung der Stände und Bühnen. Andere Helfer des VVV bauen die Cafeteria, den VVV-Infostand sowie den Scena-Stand auf und bereiten das Prominentenzapfen vor. In der Regel wird am Donnerstagabend schon ein Großteil der Stände installiert. Ab 21 Uhr beginnt deshalb die Nachtwache: Diese Aufgabe teilen sich Karl-Heinz Lüdtke und Tobias Rode. Das Duo bewacht auch in den Folgenächten die Festmeile.

Jürgen Langes Engagement ist dann wieder am Freitag ab 11 Uhr gefragt, wenn der nächste Schub Aussteller kommt. Am Sonnabend wird Lange, der erst seit 2013 in Hülptingsen wohnt, beim Spargellauf mit anpacken: zunächst beim Ausmessen und Absperren der 2,5 Kilometer langen Laufstrecke und während des Laufs dann Wasser an die Sportler verteilen. Im vergangenen Jahr sei er an den drei Tagen 26 Stunden im Einsatz gewesen. „Das war schon grenzwertig, deshalb habe ich mir diesmal den Sonntag freigehalten“, sagt Lange.

„Ich bin gern dabei, denn es freut mich, dass die Stadt lebt.“ Damit meint Lange nicht nur seinen Arbeitseinsatz beim Oktobermarkt. Auch sonst engagiert sich der 70-Jährige, der früher als leitender IT-Experte bei Siemens in Berlin gearbeitet hat, im VVV: Für die Ü-50-Gruppe hat er schon Reisen organisiert, ist Sprecher der Moderatoren der Computergruppe, lässt sich für den Museumsdienst einteilen, kontrolliert beim Pferdemarkt die Impfpässe der Tiere und achtet darauf, dass die Aussteller die Tierschutzvorgaben einhalten. Seit 2015 arbeitet Lange zudem in den Vorständen von VVV und DRK mit.

„Ich bin schon immer umtriebig gewesen“, sagt Lange schmunzelnd. „Wo ich lebe, möchte ich mich auch einmischen.“ Ob Bremen oder Berlin – eingemischt hat er sich in Fußballvereinen und Computerclubs, hat auch einen Wirtschaftsclub gegündet. Ehrenamtliches Engagement sei nicht zuletzt auch ein Weg, um als Neubürger – und vor allem als jemand, der nicht mehr im Berufsleben stehe – schnell Menschen kennenzulernen. Bislang habe er es nicht bereut, nach Burgdorf gezogen zu sein. „Hier und im Umland ist Leben in der Bude.“

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