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Prinzhornschule droht der Abriss

Burgdorf Prinzhornschule droht der Abriss

Knapp 30 Millionen Euro muss Burgdorf investieren, will die Stadt auf den Grundstücken der jetzigen Real- und der Prinzhornschule den Raum für eine sechszügige IGS schaffen. Eine erste Debatte zu dem Großprojekt stand am Donnerstag in der gemeinsamen Sitzung des Schul- und des Bauausschusses an.

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Architektin Maria Pfitzner präsentiert das Modell des künftigen Schulcampus - wie es ihre Machbarkeitsstudie vorschlägt.

Quelle: Bismark

Burgdorf. Als „Auftakt“ bezeichnete Hartmut Braun, Vorsitzender des Schulausschusses, die Sitzung am Donnerstag in der Prinzhornschule. „Es geht längst noch nicht um Einzelheiten, sondern um Grundsätzliches für die größte finanzielle Investition der vergangenen Jahrzehnte“, sagte er und fügte hinzu, in der Beratung über Zahlen und Pläne sollten die Menschen, die sich in den Schulen aufhalten, nicht vergessen werden. Auch Architektin Maria Pfitzner betonte, derzeit lägen keine Pläne vor: „Wir reden noch immer nur über eine Machbarkeitsstudie.“ Diese sieht mehrere Varianten zum Ausbau und zur Sanierung der Realschule sowie zum Neubau für vier IGS-Jahrgänge nach dem Abriss der Prinzhornschule, in der derzeit die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen untergebracht ist.

Um diese Fragen drehte sich die Debatte:

Weshalb konzentrieren sich die Architekten und Planer auf die Prinzhornschule?

In der Realschule, dem jetzigen Domizil der IGS, reicht der Platz nicht für die erwartete Sechszügigkeit der IGS in den Jahrgängen 5 bis 10. Die Planer gehen von 1080 Schülern aus, die entsprechende Klassen-, Fach- und Differenzierungsräume benötigen. Hinzu kommen unter anderem ein ausreichend großer Pausenhof, eine Mensa und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Autos. „Wir können hier einen Campus schaffen“, sagte Pfitzner. Nach Aussage von IGS-Leiter Rudolf Alker können künftig die Jahrgänge 5 bis 8 im Neubau lernen. Die älteren Schüler würden die Realschulgebäude nutzen. Denkbar ist zudem eine Kooperation mit der Schule am Wasserwerk, die bereits derzeit Räume in der Prinzhornschule nutzt.

Welche Flächen wurden außerdem untersucht?

Verworfen wurden das Areal der Grund- und Hauptschule I wegen der Größe und Lage sowie das Gelände der jetzigen Gudrun-Pausewang-Grundschule. „Wir können in dem Bereich nicht 6000 Schüler konzentrieren“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann. Auch ein Schülervertreter der BBS warnte davor: „Dieses Aufkommen verkraftet der Berliner Ring nicht.“

Was passiert mit der Prinzhornschule?

Diese würde abgerissen und durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt. Derzeit lernen nach Aussage von Beratungslehrerin Karin Möller etwa 80 Jungen und Mädchen in der Prinzhornschule. Sie sollen, so empfehlen es Verwaltung und Architekten, bis zum Auslaufen der Schule im Jahr 2019 in einige Räume der Gudrun-Pausewang-Grundschule umziehen. Lehrer und Eltern der Prinzhornschule lehnen das ab: „Wir sehen die Schule als schützenden Raum für Kinder, die eine besondere Förderung bedürfen“, heißt es in einer Stellungnahme. Möller sagte: „Das Letzte für die Letzten.“ Wie die Lehrer setzte sich auch Elternvertreter Günter Eggers für eine zumutbare Lösung im Sinne der Prinzhornschüler ein.

Wie bewerten die Fraktionen die Machbarkeitsstudie?

Klaus Köneke, Mirco Zschoch und Carl Hunze von der CDU forderten, die Entwicklung der Schülerzahlen in den nächsten beiden Jahren abzuwarten und dann zu entscheiden. Christiane Gersemann, Klaus-Dieter Morich und Christa Weilert-Penk (alle SPD) befürworteten das Vorhaben. Karl-Ludwig Schrader (FDP) forderte mehr Zahlen und Informationen vor einer Abstimmung.

 Wann fällt die Entscheidung?

Der Zeitplan sieht eine weitere Beratung der beiden Ausschüsse am Dienstag, 9. August, vor. Die CDU möchte eine zusätzliche Sitzung des Finanzausschusses: „Die Verwaltung muss sagen, woher das Geld kommen soll“, sagte Zschoch.

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