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Es gibt noch freie Ausbildungsplätze

Burgdorf/Lehrte/Sehnde/Uetze Es gibt noch freie Ausbildungsplätze

Mit dem 1. August beginnt in vielen Firmen die Ausbildung des Nachwuchses – doch längst nicht alle Firmen in Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze konnten ihre Stellen besetzen. Vor allem Bäcker und Schlachter werden noch gesucht.

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Ist dem Stress in der Küche gewachsen: Scott Brünger, Kochazubi im dritten Lehrjahr im Gasthaus und Hotel Bähre in Ehlershausen. 

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. „Wir könnten sofort noch ein bis zwei Azubis als Fleischereifachverkäufer einstellen“, sagt Christian Kiemele von der Fleischerei Zimmermann. Interessierte Schulabsolventen könnten auch nach dem eigentlichen Ausbildungsbeginn im August bei der Burgdorfer Filiale noch einsteigen, betont er.

Albert Hoppe von der gleichnamigen Fleischerei in Uetze freut sich zwar über eine Fleischerauszubildende, die ihren Vertrag unterzeichnet hat. „Ich hätte aber gern mehr aufgenommen“, schiebt er hinterher. Ideal wäre, in jedem Jahr einen Fleischer und eine Verkäuferin auszubilden. Doch die Bewerbungen blieben zunehmend aus. Als einen Grund dafür sieht Hoppe das schlechte Image der Berufe an. „Die Deutschen räumen den Lebensmitteln einen sehr geringen Stellenwert ein, das wirkt sich dann eben auch bei der Nachfrage nach Bewerbern aus“, weiß er aus Erfahrung.

Diese Einschätzung teilt Andreas Jennert von der Kreishandwerkerschaft: „Das gesamte Handwerk hat Probleme, Nachwuchs zu finden, doch für Bäckereien und Fleischereien ist es besonders schwierig.“ Gleichwohl: Nicht jeder Interessent bekommt einen Ausbildungsvertrag. „Erst müssen die jungen Leute ein Praktikum machen, damit wir sehen, ob es passt“, sagt Hoppe.

Auf ein Praktikum vor der Ausbildung setzen auch der Sehnder Dachdecker Walter Grunwald und das Gasthaus Bähre in Ehlerhausen. „Wir haben festgestellt, das Jugendliche oft falsche Vorstellungen vom Beruf oder vom Unternehmen haben“, sagt Elmar Schulz, der für die Azubis zuständig ist. Beim Probearbeiten könnten beide Seiten feststellen, ob sie zueinander passen. „Gerade in der Küche müssen die Mitarbeiter unter Druck arbeiten können“, sagt Schulz. Auf ausbleibende Bewerbungen von Abiturienten, einst klassische Anwärter für Hotelfachleute, reagiert Bähre, indem zunehmend Real- oder auch Hauptschüler eine Chance erhalten.

Zwei Stellen als Elektroniker hat Alexander Wendt, Prokurist bei der Lehrter Firma Kabel und Leitungsbau, für die Nachwuchskräfte zu vergeben. Eine davon sei besetzt, die andere noch offen. „Die könnten wir auch ,Last Minute‘ vergeben“, sagt er mit Blick auf den heutigen Ausbildungsbeginn. Auch in seinem Betrieb steht ein Praktikum vor dem Vertrag. „Dafür haben wir keine Abbrecher und übernehmen die jungen Kollegen“, versichert Wendt.

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