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Bunte Buchcover leuchten an Büchereimauer

Burgdorf Bunte Buchcover leuchten an Büchereimauer

Bunt statt grau: Mit Buchcovern und dem Logo der Stadtbücherei Burgdorf verzieren Jugendliche beim Graffiti-Workshop die Mauern an Parkplatz und Fahrradständern der städtischen Einrichtung.

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Moritz (von links), Tobias, Marja und Svenja sprayen Buchcover auf die Wand, die die Bücherei vom Parkplatz trennt.

Quelle: Sandra Köhler

Burgdorf. Mit Mundschutz, Handschuhen und alten Klamotten ausgestattet gingen die 12- bis 15-Jährigen beim Graffiti-Workshop des Jugendkulturhauses JohnnyB. ans Werk. Ihre Aufgabe: Die grauen Wände am Gebäude der Stadtbücherei in bunte Hingucker verwandeln. "Erst haben sie sich Buchcover ausgesucht und abgezeichnet, dann die Vorlagen auf die Wände übertragen", sagte Jasmin Pszolla, Mitarbeiterin im Jugendkulturhaus. Schließlich sollen die Graffiti auch zur Bücherei passen.

Tobias wählte Lockwood & Co, das er bereits gelesen hat: "Weil das Cover gut aussieht, und das Buch auch gut ist." Nachdem die Jugendlichen sich zunächst auf Papier mit der Spraydose vertraut gemacht hatten, ging es ans Mauerwerk. So einfach es aussieht: Aber gerade das Logo der Bücherei mit seinen stilisierten Buchrücken hatte es in sich, wie Damien feststellte. "Man muss schnell und gleichmäßig ziehen und darf nicht absetzen", erklärte Betreuerin Pszolla. Doch auch wenn die Vorzeichnung in hellen Farben nicht gleich sitzt - kein Problem. Das lässt sich ja übersprayen.  "Meins war zuerst zu groß und zu weit links, aber jetzt passt es", sagte Svenja.

Der 13-jährige Moritz und seine 15-jährige Schwester Marja aus Nordrhein-Westfalen, hatten bereits bei einer früheren Graffiti-Aktion geholfen, die Wand am Burgdorfer Schwimmbad mit einer Meeresszenerie zu verschönern. "Es ist ganz anderes, mit der Sprühdose zu zeichnen als mit einem Stift", sagte Marja begeistert. "Im Verlaufe des Arbeitens verändert sich immer noch ganz viel". Weil sie nur in den Ferien bei ihren Großeltern zu Gast sind, haben Moritz und Marja ihrem Werk aus dem vergangenen Jahr noch keinen Besuch abgestattet. 

Leider war dieses vor Kurzem von Unbekannten mit Farbe verunziert worden. Eigentlich herrscht bei Sprayern ein Ehrenkodex, nach dem die Werke anderer respektiert und nicht übergesprayt werden. Pszolla geht deshalb davon aus, dass die Verursacher nicht der Szene angehören: "Das waren keine richtigen Tags, und die Schmierereien waren mit billiger Farbe und Silberspray aus dem Baumarkt  ausgeführt."

Mittlerweile hat sie die Spuren der Möchtegernekünstler beseitigt. Die Wasserlandschaft mit Korallen, Haien und ein Wrack, die bei der Sommerakademie des JohnnyB. mit dem freischaffenden Graffiti-Künstler Odo entstanden war, sieht aus, als wäre nichts gewesen.

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Von Sandra Köhler

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