Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
RSE-Chef klagt über Zuschauerschwund

Burgdorf RSE-Chef klagt über Zuschauerschwund

Obwohl die Fußballmannschaften des RSE sich erfolgreich schlagen, verfolgen nur noch wenige Zuschauer die Heimspiele im Waldstadion. „Das ist ein großer Verlust“, bedauerte Vereinschef Jürgen Stern in der Jahresversammlung am Mittwochabend.

Voriger Artikel
SPD-Ratsherr will Bargeld-Taxi für Burgdorf
Nächster Artikel
Stadtpark-Wege erhalten Schönheitskur

Regionssportbund-Vorsitzender Joachim Brandt (rechts) überreicht RSE-Chef Jürgen Stern die goldene Ehrennadel des Landessportbunds mit der dazugehörigen Urkunde.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Ramlingen-Ehlershausen. Vereinsvorsitzender Jürgen Stern lud die Mitglieder ein, sich wieder die Spiele ihrer Fußballmannschaften anzuschauen. „Die sind spannend und lebhaft“, warb er. Infolge des Zuschauerschwunds spielen die Einnahmen aus dem Eintritt für die Heimspiele im Haushalt des SV Ramlingen-Ehlershausen, kurz RSE, nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie machen gerade einmal drei bis vier Prozent der Einnahmen aus.

Auf der anderen Seite hat der Verein für die Instandhaltung und Pflege der Plätze im vergangenen Jahr fast 30.000 Euro ausgegeben. Die Betriebskosten für das Vereinsheim, die sanitären Anlagen und das Flutlicht summierten sich auf rund 22.000 Euro und für den Maschinenpark auf 16.000 Euro.

Trotz der immensen Ausgaben ist die Finanzlage des RSE nach wie vor im grünen Bereich. Um das zu symbolisieren, hatte sich Schatzmeister Elmar Schulz eine grüne Krawatte umgebunden, als er die Kassenlage des Vereins erläuterte. „Das Jahresergebnis ist positiv“, sagte er: „Im letzten Geschäftsjahr haben wir 2,85 Euro Gewinn ­gemacht.“

Mit den Beiträgen aller aktuell 510 Mitglieder – rund 30.000  Euro – sowie den Spenden des Förderkreises wird der Sportbereich mit den Jugend- und Herrenmannschaften – ohne die 1. Herren – und den Sportanlagen finanziert, erklärte Schulz. Der Zweckbetrieb 1. Herrenmannschaft, die in der Landesliga spielt, hat 2015 Einnahmen in Höhe von rund 230.000  Euro verbucht. Dabei handele es sich um die Zuwendungen von Sponsoren und den Eintritt der Zuschauer.

Schulz stellte klar: „Es ist nicht erlaubt, vom Sportbereich, der als gemeinnütziger Verein geführt wird, Geld an den Zweckbetrieb zu überführen, aber umgekehrt. Und das machen wir auch. Denn schließlich nutzt auch die 1. Herren unsere Sportanlagen.“

In diesem Jahr steht eine größere Investition an. Der große Rasenmäher ist kaputt gegangen und muss ersetzt werden. Kosten laut Stern 45.000 Euro. Um liquide zu bleiben, „müssen wir unseren Sponsorenkreis halten“, sagte Stern. „Das gelingt aber nicht allein mit Amateurfußball, da müssen wir etwas mehr bieten, beispielsweise unser Spargelessen.“ Zudem hat die Versammlung einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge um rund acht Prozent zugestimmt.

Der Überraschungsgast der Jahresversammlung war  Regionssportbundvorsitzender Joachim Brandt, der ein Geschenk für Jürgen Stern im Gepäck hatte. "Ihr wisst selbst, was ihr an eurem Vereinsvorsitzenden habt“, sagte Brandt zu den Mitgliedern, um seine Laudatio abzukürzen. „Ich gucke neidisch auf euren Verein, das gebe ich gern zu, weil man solch ein Umfeld einschließlich des Mannschaftsgefüges nicht oft sieht.“ Die goldene Ehrennadel sei die höchste Auszeichnung, die der Landessportbund an „normale Menschen“ zu vergeben habe. Jürgen Stern engagiere sich seit 25 Jahren im Vorstand, davon 16 als Vorsitzender, und habe für den Verein viel bewegt, lobte Brandt. „Es ist immer eine Gemeinschaftsleistung“, hielt Stern dagegen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

doc6so7fv8r5kz1bl6pg11s
St. Nikolaus dankt den Ehrenamtlichen

Fotostrecke Burgdorf: St. Nikolaus dankt den Ehrenamtlichen