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Aufräumarbeiten am Bahndamm stocken

Alt-Ahrbeck Aufräumarbeiten am Bahndamm stocken

Erst haben die Holzfäller entlang des Bahndamms bei Alt-Ahrbeck im November unerlaubt Bäume auf städtischem Grund und Boden gefällt, jetzt ist die von der Deutschen Bahn AG beauftragte Firma mit dem Aufräumen des Schnittguts in Verzug.

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Am Fuß des Bahndamms in Alt-Ahrbeck - hier am Bahnübergang Tiefenwieseweg - liegen auf einer Länge von mehreren Hundert Metern nach wie das Schnittgut der Baumfällaktion vom November.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Alt-Ahrbeck. Radfahrern und Spaziergängern – die Ecke ist ein beliebtes Naherholungsgebiet – bietet sich ein Bild der Verwüstung: Auf einer privaten Weide liegen abgesägte Äste und Stammabschnitte, die Firmenmitarbeiter dort aufgetürmt haben. Auch am Fuß des Bahndamms sind auf einer Länge von mehreren Hundert Metern die Überreste der Fällaktion noch längst nicht beseitigt. Zudem liegt ein mannshoher Stapel Stämme und Äste nur wenige Meter entfernt vom Bahnübergang Tiefenwiesenweg zwischen Bäumen auf städtischen Gelände.
Frank Klockow aus Alt-Ahrbeck befürchtet negative Auswirkungen für die Tiere, die am Fuße des Bahndamms und auf den angrenzenden Flächen leben, wenn die Firma jetzt noch einmal mit schweren Maschinen anrückt. Eine Befürchtung, die Stefanie Riessler von der städtischen Tiefbauabteilung teilt. „Deshalb sollte im Februar alles aufgeräumt sein – und zwar schonend“, sagt sie auf Anfrage dieser Zeitung. Nachgearbeitet habe die Firma indes die stümperhaft gestutzten Äste und Baumstämme. Ausgebessert werden müssen laut Riessler noch die beschädigten Kanten am asphaltierten Wirtschaftsweg. „Dafür war es bislang aber zu kalt.“

Die Stadtverwaltung selbst kann allerdings nichts veranlassen. Denn Auftraggeber für die Fällarbeiten am Bahndamm ist die Deutsche Bahn (DB) gewesen. Sie lässt regelmäßig die Bäume entlang ihrer Schienentrassen fällen oder beschneiden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Jan-Eike Stamme von der DB kündigte gestern an, sich die Situation vor Ort noch einmal anschauen zu wollen. Gleichzeitig versicherte er, dass noch weiter aufgeräumt werde.

Für das Schreddern und den Abtransport des Schnittguts hat die von Bahn beauftragte Firma wiederum ein Subunternehmen engagiert. Dem Vernehmen nach soll es Unstimmigkeiten zwischen den beiden Firmen geben, sodass die Aufräumarbeiten derzeit ruhen.

Auch mit dem Pflanzen neuer Bäume als Ersatz für die unerlaubt gefällten geht es nicht voran. Vereinbart hatte die Stadt mit der Firma, die den Schaden verursachte, und der Bahn, dass dies bis Ende Februar/Anfang März geschieht. „Die Firma hat uns jetzt auf nächste Woche vertröstet“, berichtet Riessler. „Dann will sie uns einen Termin nennen, wann wir gemeinsam die Standorte für die Ersatzpflanzung anschauen.“
Geplant ist, dass die Firma 75 heimische Bäume – Eiche, Ahorn, Hainbuche, Weißdorn, Birke, Erle und einen Apfelbaum – auf ihre Kosten pflanzt. Als Standorte hat die Stadt den Tiefenwiesenweg (20 Stück) in der Nähe des Stadtparks und die Zollstraße in Schillerslage (15) ausgewählt. Zudem soll an einem Wirtschaftsweg in der ausgeräumten Hülptingser Feldmark zwischen Ortsrand und Burgdorfer Holz eine Allee mit 40 Bäumen angelegt werden. Die Umweltabteilung der Stadt hat diese Standorte gemeinsam mit den Landwirten ausgesucht.

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