Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Firmenchef warnt vor Abzocke

Burgdorf Firmenchef warnt vor Abzocke

Das Unternehmen „Zentrales Gewerberegister“ schreibt derzeit gezielt Burgdorfer Firmen an – um ihnen ein zweijähriges „Leistungspaket“ zu verkaufen. Davor warnt der Unternehmer René Schwippert ebenso wie Verbraucherschützer.

Voriger Artikel
Zum Bummeln nach Burgdorf
Nächster Artikel
VVV plant zwölf Ausstellungen

René Schwippert warnt vor Abzocke beim zentralen Gewerberegister. 

Quelle: Bismark

Burgdorf. „Im ersten Moment“, sagt der Unternehmer René Schwippert, „erscheint der Brief wie ein amtliches Schreiben.“ Ein Adler findet sich ebenso auf dem Brief wie eine Aufforderung, möglichst zeitnah die Richtigkeit der Angaben wie Branche, Telefon und Anschrift zu prüfen und zu bestätigen. „Und weil die Informationen wie Messebau sich nicht im Telefonbuch finden, bin ich von einem behördlichen Brief ausgegangen“, sagt Schwippert, dessen Familienbetrieb mit Sitz am Tuchmacherweg sich um den Transport von Waren und Messebau für Weinhändler beschäftigt.

Erst beim genauen Durchlesen fiel ihm auf, dass das „Zentrale Gewerberegister zur Erfassung und Registrierung inkl. Umsatzsteuer-Identifikationsnummern“ erst etliche Gesetze benennt und dann schreibt, dass es ein kostenpflichtiges Angebot ist. Die jährlichen Kosten liegen bei 398,88 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Summe würde mit dem Abschluss des Vertrags fällig werden, der eine Laufzeit von zwei Jahren hat.

Vor genau dieser Unterschrift warnen Verbraucherschützer inzwischen bundesweit. Denn die Briefe enthalten neben dem Fallstrick des Preises meist auch ein falsches Datum, das mehr als einen Monat zurückliegt. Wer darauf antwortet und dann innerhalb der gesetzlichen Rück- trittsfrist seine Zustimmung zurückzieht, scheitert.

„Ich möchte die Leute sensibilisieren, dass sie vorsichtig sind. Nicht alles, was nach einer Behörde aussieht, stammt auch von einer Behörde“, sagt Schwippert und bezeichnet das Vorgehen als frech und dreist. Deshalb habe er auch bei der Polizei angerufen: „Aber letztlich stehen ja alle Informationen drin, wenn auch kleingedruckt“, begründet der Geschäftsführer und Chef von drei Mitarbeitern, weshalb die Polizei keine Handhabe gegen den aus seiner Sicht versuchten Betrug hat.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6spbwii5es91l9mp4k4p
Rat peilt die schwarze Null an

Fotostrecke Burgdorf: Rat peilt die schwarze Null an