Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Blechdose für einen Heiermann

Burgdorf Blechdose für einen Heiermann

Bereits fünfmal haben Joachim Kuschel und sein Team auf die Burgdorfer Wies'n 62 zum Flohmarkt für Kunst und Krempel eingeladen. Die Halbjahresbilanz fällt positiv aus. Die Zahl der Aussteller konnte um 50 Prozent gesteigert werden bei gleich bleibend großem Kundeninteresse.

Voriger Artikel
Waldbad sucht die besten Bomber
Nächster Artikel
Leere Schaufenster in Burgdorfs Innenstadt

Flohmarkt auf den Burgdorfer Wies'n: Gesa Balke aus Abbensen entdeckt am Stand von Dago Balsam einen schönen alten Zirkel.

Quelle: Sybille Heine

Burgdorf. Hinweisschilder markieren den Weg zu dem idyllisch am See gelegenen Platz, der etwas versteckt an der Uetzer Straße liegt. Für Flohmarktbesucher war sogar ein Parkplatz auf einer Wiese gegenüber ausgewiesen worden.

"Wir verfolgen mit unserem Flohmarkt ein eigenes Konzept. Im Mittelpunkt stehen alter Trödel und Kunst. Kunden, die zu uns kommen, sollen etwas Hübsches finden, keine China-Uhr mit Batterie vom Grabbeltisch", sagte Susanne Ackermann, die auf dem Seegrundstück das Café Volle Kanne betreibt und ihre Gäste mit selbst gebackenem Kuchen verwöhnt.

Weil Sammlerstücke und Kunsthandwerk etwas teurer sind als Ramsch, gab es auf dem Flohmarkt durchaus Ware, die für 20 Euro angeboten wurde, darunter ein original DDR-Sandmännchen. Einen Heiermann - ganze fünf Euro - kostete dagegen eine Brotdose aus Blech mit Suppeneinsatz, die Carmen Eve aus Hannover für das Picknick unterwegs kaufte. "Solche Dosen haben die Arbeiter früher zur Maloche mitgenommen", sagte Flohmarkthändler Horst Wöhler. Er gestalte seine Preise nach Absprache und nach Sympathie für den Kunden, verriet er.

Alexander Kraus verkaufte Gartenfackeln aus Stahl und rückenfreundliche Fugenkratzer, für die sich Angela Heckens aus Burgdorf interessierte. Wie viele andere Besucher hatte sie durch Mundpropaganda von dem Flohmarkt erfahren. "Bekannte haben den Standort sehr gelobt. Darum bin ich hier. Es ist wirklich reizend an dem See unter den großen, Schatten spendenden Bäumen, wie im Urlaub", schwärmte sie.

Neben Schmuck, den Siegfried Selaci aus altem Silberbesteck gefertigt hatte, Olivenöl aus Portugal, einem Dampfkocher, alten Zinkwannen, Kinderkleidung und Gesellschaftsspielen gab es noch viel mehr zu entdecken. Edith Glaschak ließ sich treiben. "Ich finde immer etwas, wenn ich gerade nichts Spezielles suche. Flohmärkte sind etwas Schönes, weil sie ein Zeichen setzen gegen die Wegwerfmentalität", sagte sie.

Der nächste Flohmarkt ist am 27. August. Händler, die sich zum ersten Mal beteiligen, müssen keine Standgebühr bezahlen. Ansonsten zahlen Aussteller acht Euro für ihren Stand.

doc6qtifn5zazt6e3vx2sp

Fotostrecke Burgdorf: Blechdose für einen Heiermann

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smnff6iji01cgvykerm
Kinder erwarten sehnsüchtig den Nikolaus

Fotostrecke Burgdorf: Kinder erwarten sehnsüchtig den Nikolaus