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Flüchtlingskonferenz produziert viele Ideen

Burgdorf Flüchtlingskonferenz produziert viele Ideen

Jede Menge Ideen, wie die Integration von Flüchtlingen gelingen kann, haben die Teilnehmer der ersten Burgdorfer Flüchtlingskonferenz am Sonnabend im StadtHaus produziert. Das "Netzwerk neue Nachbarn" will sich künftig einmal im Jahr treffen und austauschen.

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Moderatorin Elke Stratmann informiert Ursula Wieker vom Mehrgenerationenhaus und Renate Jantzen von der Flüchtlingshilfe in Schillerslage über den Ablauf der Konferenz.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) hatte die Teilnehmer in seiner Begrüßung am Vormittag unverblümt dazu aufgefordert, in der Flüchtlingsfrage Haltung zu zeigen. Auch und gerade dann, wenn es einmal Gegenwind gibt: "Wir wollen eine liberale, offene Stadt sein und erreichen, dass die Menschen, die zu uns kommen, unsere Nachbarn sind."

Um diesem Ziel näher zu kommen, tauschten sich die 110 Konferenzteilnehmer den ganzen Sonnabend über intensiv untereinander aus. Mehrgenerationenhaus, Nachbarschaftstreff, St.-Paulus-Kirchengemeinde, Jugendkulturhaus JohnnyB., Flüchtlingshilfe Schillerslage und die Sozialarbeiter der Stadt stellen vormittags ihre Arbeit und einzelne Projekte vor. Der Nachmittag gehörte der inhaltlichen Arbeit. In sechs verschiedenen Workshop ging es dann um eine Bestandsanalyse sowie um neue Ideen auf diesen Feldern: Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachförderung, Kultur, Sport, medizinische Versorgung und Angebote für Flüchtlingsmädchen.

Dabei geriet die Konferenz zu einer regelrechten Ideenbörse. Der Workshop Zugang zum Arbeitsmarkt, moderiert von Jobcenter-Chef Björn Sund, verständigte sich darauf, dass unter der Federführung des Ausbildungsverbunds pro regio ehrenamtlich arbeitende Freiwillige zu Ausbildungspaten geschult werden sollen. Ein im Mehrgenerationenhaus entstandenes Netzwerk von Flüchtlingen, Arbeitsagentur, Jobcenter und des Einzelhandelsunternehmens Cramer könne sich weiteren interessierten Unternehmen öffnen, so eine Überlegung.

Die Arbeitsgruppe ärztliche Versorgung brachte einen Medizinpass für Flüchtlinge ins Gespräch, um Ärzten, Sozialarbeitern und Betreuern die Arbeit zu erleichtern. Der Arbeitskreis Angebote für Flüchtlingsmädchen will ein Schwimmprojekt anschieben. Mädchen können überdies im Sozialprojekt Benefizz-Laden im Verkauf mitarbeiten. Der Sportgruppe schweben Paten vor, deren Aufgabe es sein könnte, Zugangshürden wie Mitgliedsbeiträge in Vereinen, Sportausrüstung und Transport zu den Sportstätten zu beseitigen. Der Workshop Kultur schlug einen sogenannten Kulturtopf vor, den die Stadt einrichten und der Kulturverein Scena unbürokratisch verwalten soll, um Flüchtlingen die Teilhabe an Konzerten und Theateraufführungen zu ermöglichen. Die Musikschule Ostkreis will Flüchtlingen die Möglichkeit geben, Musik aus ihren Heimatländern aufzuführen.

Zu einer von den Organisatoren der Flüchtlingskonferenz ursprünglich ins Auge gefassten Burgdorfer Erklärung kam es am Ende des Tages nicht. Ein Arbeitskreis der Ratsfraktionen will sich nun aber mit den Arbeitsergebnissen der Konferenz beschäftigen und ein Thesenprotokoll erstellen.

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