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Förderschule hat zu wenig Klassenzimmer

Burgdorf Förderschule hat zu wenig Klassenzimmer

Die Förderschule am Wasserwerk leidet unter Raumnot. Schulleiter Thomas Stopper hält einen Anbau für nicht aufschiebbar. Die SPD-Regionsfraktion stattete der Schule für geistig behinderte Kinder einen Besuch ab. Eine Zusage, dass der Schule schnell geholfen werden könne, machten die Politiker nicht.

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Schulleiter Thomas Stopper (Vierter von links) führt Mitglieder der SPD-Regionsfraktion, Bürgermeister Alfred Baxmann und Ratsmitglieder durch die Räume der Schule am Wasserwerk.

Quelle: Joachim Dege

Burgdorf. Die Schule hätte die dringend benötigten zusätzlichen Räume längst haben können. Pläne von Architekten für ein Aufstocken des bestehenden Gebäudes am Wasserwerksweg liegen laut Schulleitung vor, seien im Zuge der Einführung der Inklusion aber vor zwei Jahren wieder in der Schublade verschwunden.

„Heute wissen wir, dass die Zahl unserer Schüler trotz Inklusion nicht sinkt“, sagte Stopper und verwies auf den Elternwillen. Die Schule am Wasserwerk besuchen aktuell 109 Kinder und Jugendliche aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze. Nur zehn Kinder mit entsprechendem Förderbedarf würden von Lehrkräften der Schule in den Regelschulen mitbetreut.

Derweil ist die Raumsituation in der Schule augenfällig, und zwar schon seit Jahren: Stopper und seine Kollegen unterrichten dort in 16 Klassen. Das Schulgebäude verfügt aber nur über sieben Klassen. Vier sind dank der Unterstützung der Stadt Burgdorf zurzeit in die Prinzhornschule ausgelagert, eine weitere Klasse in die leer stehende Hausmeisterwohnung neben der Prinzhornschule. Weil gleichwohl immer noch drei Klassenzimmer fehlen, muss die Schulleitung tricksen: So behilft sich Stopper damit, die Schülerzahl aller Klassen anzuheben. Auch das geht nur, weil er bei der Zusammensetzung der Klassen darauf achtet, dass etwa Klassen mit Rollstuhlfahrern nur dort gebildet werden, wo es Stellmöglichkeiten gibt.

Ein Anbau, wie Stopper ihn sich wünscht, könnte Abhilfe schaffen. Den erforderlichen Platz dafür gibt es. Die Stadt Burgdorf hat nach darstellung von Bürgermeister Alfred Baxmann der Region ein Grundstück neben dem benachbarten Reitplatz der Lebenshilfe zum Verkauf angeboten. Laut Baxmann drängt die Zeit. Denn wenn die Stadt für die IGS am Prinzhorn-Standort neu baut, sei in der Pausewang-Grundschule nur noch vorübergehend Platz zum Ausweichen vorhanden. SPD-Ratsherr Adolf W. Pilgrim riet seinen Parteifreunden in der Regionsfraktion: „Nehmt euch das mal auf die Hörner.“

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