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Erster Uganda-Transport kommt gut an

Burgdorf Erster Uganda-Transport kommt gut an

Nach dem Hilfstransport ist vor dem Hilfstransport - und deshalb sammeln Ehrenamtliche um Eberhard Rumpf und Thomas Müßel von Amnesty International bereits neue Spenden, um die medizinische Versorgung in den Flüchtlingslagern im südlichen Sudan und im Südsudan zu verbessern.

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Geschafft: Die Hilfsgüter aus Burgdorf kommen gut in Uganda an.

Quelle: privat

Burgdorf. Die eigentliche Geschichte dieser privaten Initiative reicht bis ins Jahr 2013 zurück. Seinerzeit kam mit Bushra Gamar Rahama der Gründer und Leiter der sudanesischen Menschenrechtsorganisation Hudo nach Burgdorf, um auf Vermittlung von Amnesty International seine Verletzungsfolgen behandeln zu lassen. Diese hatte er nach Aussage Rumpfs im Gefängnis erlitten, als er gefoltert und misshandelt wurde. "Daraus entstand ein bleibender und vertrauensvoller Kontakt", sagt Rumpf, der als Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychotherapie gearbeitet hatte.

Als Bushra Gamar Rahama zwei Jahre später wieder zu Besuch nach Burgdorf kam, berichtete er von der katastrophalen Situation der Flüchtlinge in den Kriegsgebieten im südlichen Sudan wie Süd-Kordufan und Blue Nile sowie im Südsudan. Als Beispiel nennt Rumpf die Siedlung Kiryandongo, die einst für 4000 Menschen konzipiert, dann aber von mehr als 75.000 Flüchtlingen belegt wurde. Besonders dramatisch: Die Kriegsparteien greifen gezielt die Krankenhäuser und Krankenstationen in den Lagern an, die medizinische Versorgung kann längst nicht mehr gewährleistet werden.

Gerade weil viele Burgdorfer zum einen den Hudo-Aktivisten, aber auch Rumpf und Müßel, Bezirkssprecher von Amnesty Deutschland kennen, fand der von den beiden angeschobene Spendenaufruf eine große Resonanz. Dabei wurden sie vom Verein Antikriegshaus in Sievershausen in der Administration ebenso unterstützt wie von der hiesigen Amnesty-Gruppe und dem Benefizz-Verein. Dass letztlich ein tonnenschwerer Container mit Hilfsgütern in Kiryandongo ankam, verdanken die Initiatoren aber ungezählten Menschen: Sie spendeten medizinische Geräte und Hilfsmittel, Instrumente, elektrische Überwachungs- und Behandlungsgeräte sowie eine Transportliege, einen Zahnarztstuhl, Betten und einen OP-Tisch. Und sie gaben wie die Rotarier Geld, mit dem die Kosten von 7000 Euro bezahlt werden konnten. Weitere 3000 Euro warben Rumpf und Müßel über eine Organisation des Entwicklungsministeriums ein. Der Dank Rumpfs geht aber auch an die Feuerwehr mit Ortsbrandmeister Florian Bethmann und das THW, die im Februar halfen, den Transport auf den Weg zu bringen.

Längst nutzen die Menschen in Kiryandongo all die Spenden. Deshalb peilt Rumpf den nächsten Transport an: „Wir haben schon Zusagen für weitere Betten und Geräte-Spenden“, sagt er und hofft auf Zuschüsse. Diese würden ausschließlich für die Finanzierung der Aktion verwendet, die gesamte Arbeit laufe ehrenamtlich. Wer Rumpf und seine Mitstreiter unterstützen möchte, erreicht ihn per E-Mail dr.rumpf@htp-tel.de oder unter Telefon (0 51 36) 89 46 23.

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